Fakten von

Leitl weiterhin Chef der
europäischen Wirtschaftskammern

Will 2018 mit Österreichs EU-Vorsitz als "starkes Doppel auf EU-Ebene auftreten"

Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl ist am Freitag wieder zum Präsidenten der Europäischen Wirtschaftskammern (Eurochambres) gewählt worden. Er hatte diese Funktion bereits 2002-2005 inne. Leitl übernimmt den Vorsitz ab 1. Jänner 2018 für zwei Jahre, teilte die Wirtschaftskammer mit.

Leitl verwies auf mögliche Synergien zwischen seiner Eurochambres-Präsidentschaft und der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2018. "Wir können hier als ein starkes Doppel auf EU-Ebene auftreten." Während des österreichischen EU-Vorsitzes würden voraussichtlich der mehrjährige EU-Finanzrahmen, der Brexit, Migration und Sicherheit sowie die Finalisierung der umstrittenen EU-Entsenderichtlinie besonders im Fokus stehen. Österreich verdanke 50 Prozent seines Wohlstands Europa.

Leitl forderte bei seiner Wahl, dass ein starkes und geeintes Europa Antworten geben müsse auf die Herausforderungen in der digitalen und globalisierten Wirtschaftswelt. "Viele Menschen haben Ängste und Sorgen, auch Migration und Klimawandel verunsichern. Die Wirtschaft versteht sich in dieser Situation als Impulsgeber, als Dienstleister und als Vermittler von Optimismus". Die europäische Antwort auf "Make America Great" und "Make China Strong" könne nur lauten: "Make Europe Competitive".

Die Europäischen Wirtschaftskammern vertreten nach eigenen Angaben europaweit über 43 nationale und zwei transnationale Kammern und insgesamt rund 20 Millionen Unternehmen mit rund 120 Millionen Mitarbeitern.

Kommentare