Leiharbeiter gefragt wie nie: Trenkwalder
und Manpower steigerten 2010 Umsatz

"Sehr große Projekte" kurbelten Nachfrage an Trenkwalder plant mittelfristig den Gang an die Börse

Die Nachfrage nach Leiharbeitern ist wieder gestiegen. Davon profitiert der Marktführer Trenkwalder, der 2010 seinen Umsatz in Österreich um 26 Prozent auf 285 Millionen Euro steigern konnte. Der Umsatz des Österreich-Ablegers des US-Personaldienstleisters Manpower schnellte sogar im Vergleich zu 2009 um 54 Prozent auf 130 Millionen Euro hoch.

Leiharbeiter gefragt wie nie: Trenkwalder
und Manpower steigerten 2010 Umsatz © Bild: dpa/Roessler

Der Boom in der Leiharbeiter-Branche sei durch "sehr große Projekte" in der Industrie, vor allem in der Automobil-, Elektronik- und Nahrungsmittelindustrie, angekurbelt worden, sagte Trenkwalder-Pressesprecherin Irmgard Prosinger gegenüber der APA. "Für 2011 ist kein Börsengang bei Trenkwalder geplant, dieser steht aber mittelfristig im Businessplan", so Prosinger.

Der Beschäftigtenstand in Österreich legte bei Trenkwalder um 33 Prozent auf 8.000 Mitarbeiter und bei Manpower um 48 Prozent auf 3.400 Personen zu. "Trotz starken Witterungsschwankungen am einheimischen Arbeitsmarkt war 2010 ein Boom-Jahr", so Manpower-Geschäftsführer Erich Pichorner. Durch die starke Nachfrage aus Asien sei auch die Nachfrage nach Zeitarbeitern nach oben geschnellt.

Der Personaldienstleister Trenkwalder, der stark in Osteuropa verankert ist, steigerte den Konzernumsatz 2010 im Vergleich zu 2009 um 27 Prozent auf rund eine Millarde Euro. Der Beschäftigtenstand legte um 32 Prozent auf 70.000 Personen zu. Der Konzern mit österreichischem Eigentümer konnte damit den Umsatz- und Beschäftigtenstand vor der Wirtschaftskrise erreichen.

Industriefachkräfte gefragt
Für 2011 rechnet Trenkwalder mit einem internationalen Umsatzwachstum von 25 bis 30 Prozent und für Österreich mit 20 Prozent. In Österreich seien vor allem Industriefachkräfte und Vertriebsmitarbeiter gefragt, so Prosinger. Sehr stark habe sich auch das sogenannte "Integrationsleasing" entwickelt. Bei diesem werden Angestellte von Unternehmen geleast, um eine Art "verlängerte Probezeit" zu haben. Rund 50 Prozent der Personen seien dabei nach sechs bis sieben Monaten übernommen worden.

(apa/red)