Leichte Entspannung am Arbeitsmarkt: Fast
72 % der Österreicher haben einen Job

Viele Jugendliche und Ausländer sind arbeitslos Teilzeitarbeit bleibt eine Domäne der Frauen

Deutlich mehr Österreicher als noch im dritten Quartal des Vorjahres standen von Juli bis September 2006 in "Brot und Lohn". Mit über vier Millionen Beschäftigten hatten damit 71,9 Prozent der Österreicher einen Job. Auch die Arbeitslosenquote sank gegenüber 2005 von 5 auf 4,3 Prozent.

Schlecht steht es um die Jugend- und die Ausländerbeschäftigung: Deren Arbeitslosenquote war mit 9,3 beziehungsweise 9,1 Prozent fast drei Mal so hoch wie bei den Inländern insgesamt (3,7 Prozent). Teilzeitarbeit bleibt eine Domäne der Frauen.

Laut den Ergebnissen der Mikrozensus-Erhebung der Statistik Austria waren heuer im dritten Quartal im Durchschnitt 4,025 Millionen Österreicher erwerbstätig und 180.000 arbeitslos. Die Erwerbstätigenquote der 15- bis 64-Jährigen (also der Anteil der Erwerbstätigen an der Bevölkerung) lag nicht saisonal bereinigt bei 71,9 Prozent, die Arbeitslosenquote bei 4,3 Prozent.

Im Vergleich zum dritten Quartal 2005 habe sich die Lage am Arbeitsmarkt aber merklich gebessert, so die Statistiker. Die Zahl der Erwerbstätigen wuchs um 132.000, die Erwerbstätigenquote erhöhte sich von 69,8 Prozent auf 71,9 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen nahm hingegen um 26.000 ab. Damit sank die Arbeitslosenquote von 5,0 Prozent auf 4,3 Prozent.

Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitierten beide Geschlechter, wenn auch unterschiedlich stark: Die Arbeitslosenquote der Männer ging von 4,5 Prozent auf 3,7 Prozent zurück, jene der Frauen von 5,7 Prozent auf fünf Prozent. Damit blieb die Arbeitslosenquote der Frauen deutlich über jener der Männer. (apa/red)