Leiche von Rumänin lag im Wolfgangsee: Rettung barg 16-Jährige aus 87 Metern Tiefe

Mädchen war beim Tanzen in den See gestürzt

Spezialtaucher der Wasserrettung Innsbruck haben die Leiche der im Wolfgangsee ertrunkenen Rumänin Andrea P. aus einer Tiefe von 87 Metern geborgen. Die Leiche, die bereits von der Gastmutter des Mädchens aus Bad Ischl identifiziert wurde, wird auf Kosten des Roten Kreuzes nach Rumänien überstellt.

Das 16-jährige Mädchen hatte beim Tanzen das Gleichgewicht verloren und war vom Motorboot in den Wolfgangsee gestürzt. Sämtliche Rettungsversuche blieben für die Nichtschwimmerin erfolglos.

Eine Woche lang hatte man nach der ertrunkenen Rumänin gesucht, mehrere Bergungsversuche in großer Wassertiefe wurden unternommen. Bereits zuvor war die Leiche ausfindig gemacht, doch musste die Bergung erfolglos abgebrochen werden.

46 Personen hatten insgesamt an der Bergungsaktion teilgenommen, sieben Boote waren im Einsatz, so Haunsperger.

Bei der Suchaktion hat die Wasserrettung auch andere Gegenstände entdeckt: unter anderem ein Segel- und ein Motorboot, Regenschirme und Jutesäcke mit Knochen sowie einzelne Tierknochen. "Fischer haben früher damit Aale, die Aasfresser sind, im Wolfgangsee gefangen", berichtete Haunsperger.

Zuvor hatten die Taucher einen Torso gefunden, bei dem es sich um eine 48-jährige Frau aus Bremen (D) handeln könnte, die im Jahr 1956 mit ihrer Tochter beim Ochsenkreuz ertrunken war. Nach Angaben der Polizei gibt es noch weitere vier Unglücksfälle im Gebiet der Unfallstelle, die noch immer ungeklärt sind. (APA/red)