Lehrstunde für den Verteidigungsminister: Darabos fungiert bei Enquete als Zuhörer

Geladenen Länder haben teils Alternativen gefunden Darabos zur Diskussion "ohne Scheuklappen" bereit

Lehrstunde für den Verteidigungsminister: Darabos fungiert bei Enquete als Zuhörer © Bild: APA/Pfarrhofer

Vertreter von neun europäischen Staaten haben in Wien ihre Wehrsysteme präsentiert. Eingeladen hatte Verteidigungsminister Darabos, der sich davon Anregungen in der Wehrpflicht-Debatte in Österreich erwartet. In der Eröffnungsrede zeigte er sich für Veränderungen offen, pochte auf die Erfüllung der breit akzeptierten Aufgaben des Bundesheers und erinnerte an die knappen Budgetmittel.

"Wir brauchen ein Modell, das von der österreichischen Bevölkerung mitgetragen wird, finanzierbar ist und die Bewältigung der absehbaren verteidigungspolitischen Aufgaben gewährleistet", sagte Darabos. Mit dem Mischsystem aus Berufs- und Milizsoldaten sowie Präsenzdienern habe man gute Erfahrungen gemacht, es gebe aber "nicht das perfekte, allein seligmachende System in unserem Land", sagte Darabos. Seine Eckpunkte auch für die Zukunft: Das österreichische System müsse auf den "besonderen Charakter der Neutralität" Rücksicht nehmen, die Bevölkerung erwarte Hilfe im Katastrophenfall, Auslandseinsätze zur Friedenssicherung seien breit akzeptiert.

Keine eindeutige Unterstützung erhielt er von der Repräsentantin Dänemarks, der stellvertretenden Verteidigungsstaatssekretärin Laila Reenberg. Ob Wehrpflicht oder Berufsheer hänge davon ab, was man erreichen wolle, meinte sie. In Dänemark müssen zwar alle zur Stellung, wer einrücken muss, wird aber per Los entschieden, der Freiwilligenanteil ist mit zuletzt 93 Prozent hoch. Die Dienstzeit wurde 2005 von neun auf vier Monate verkürzt.

Schweiz bleibt bei Wehrpflicht
In der Schweiz sei die Wehrpflicht dagegen in den kommenden vier bis acht Jahren "here to stay", auch wenn eine Volksinitiative Unterschriften dagegen sammle, berichtete Christian Catrina aus dem Schweizer Verteidigungsressort. Er zählte Gründe für die Beibehaltung des Systems auf, so sei es die einzige Möglichkeit für kleine Staaten, große Armeen zu generieren.

Die anderen Vortragenden - aus Belgien, Ungarn, der Slowakei, Slowenien, Deutschland und Schweden - dürften von den Gründen für ein Aussetzen des obligatorischen Wehrdienstes und den Erfahrungen damit erzählen.

(apa/red)

Kommentare

Die SPÖ wollte diese Euroflieger nicht! Warum verkauft sie Darabos dann nicht????

Präsenzdienst nachholen Ich glaube, die beste Lehrstunde für Verteidigungsminister Darabos wäre es, selbst einmal, wenigstens für einen Monat zum Heer zu gehen.

Dann nämlich hätte er wirklich einen Einblick.

Euer

Pastor Hans-Georg Peitl
http://jachwe.wordpress.com

Die größte Regierung aller Zeiten! Fährt den Staat mit hoher Geschwindigkeit an die Wand!
Bei den Staatsfinanzen haben wir hohe Schulden,
das Heer wird verkauft,
jede Woche ein neues finanzielles Desaster vom Proporzvorstand am Flughafen,
bei der Bildung sind wir Schlußlicht,
die Pensionen sind nicht mehr sicher,
23 verschiedene Krankenkassen machen Verluste,
massive Einsparungen bei den Familien und Sozialleistungen,
ÖBB, ASFINAG, Hypo, das Land Kärnten und NÖ ... überalll gibt es weitere hohe Schulden....
statt einer Verwaltungsreform gibt es eine neuerliche Steuererhöhungen,
Über 770 aktive Politiker leben weiterhin wie die Maden im Speck!
Wahltag ist Zahltag!

Der Volksmund sagt: "Wenn ich nicht mehr weiter weiß, gründe ich einen Arbeitskreis"!

christian95 melden

Die größte Regierung aller Zeiten! Fährt den Staat mit hoher Geschwindigkeit an die Wand!
Hohe Schulden bei den Staatsfinanzen,
das Heer wird verkauft,
Chaos am Flugahfen, beim ORF und der Hypo Kärnten
Bildung und UNIS liegen danieder obwohl wir die höchsten Ausgaben dafür aufwenden,
usw...
Wir verdienen nichts anderes!
Wir habenuns diese Typen selbst gewählt. (Wahltag ist Zahltag!)

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Die höchsten Ausgaben ... für Bildung und Wissenschaft? Aha, wohe nimmst du diese Information?

christian95 melden

Im internationalen Vergleich sind die finaziellen Aufwendungen für Schule und Bildung in Österreich im Spitzenfeld. Bei den Ergebnissen sind wir Schlußlicht.
Seit dem Krieg haben sich SPÖ+ÖVP den Staat im Proporz aufgeteilt; auch bei der Bildung.

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@christian Leider muss ich dir Widersprechen, gemessen am BIP investiert sogar Rumänien mehr in Bildung als Österreich. Oder du erklärst mir jetzt, Rumänien führt das Spitzenfeld an :-))

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Rasch einen anderen Minister, der bringt es noch zu stande innerhalb eines Jahres das Heer zu demolieren. Wie kann man einen Zivi auf so einen Posten setzen , wer hat das verbrochen.

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Was bringts denkst ein Präsenzdiener würde den Job besser machen? Oder ein Zeitsoldat, oder gar ein Offizier?

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Re: Rasch Ein offizer mit wirtschaftlicher ausbildung (Hak/Has) wäre dazu sicher um einiges mehr geeignet...

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