Lehrerin vewendet Klebeband zum Knebeln:
Schwarze Pädagogik oder doch nur ein Jux?

Sechsjährige Schüler von Pädagogin diszipliniert Auf Kindergeburtstag wurden Eltern plötzlich stutzig

Lehrerin vewendet Klebeband zum Knebeln:
Schwarze Pädagogik oder doch nur ein Jux? © Bild: APA/Fohringer

Mit fragwürdigen Methoden soll eine Innsbrucker Lehrerin sechsjährige Schüler "diszipliniert" haben. Sie soll Kindern den Mund zugeklebt haben, um sie ruhig zu stellen. Die Betroffene spricht von "Jux". Die Lehrerin der Volksschule Innere Stadt soll nicht die Einzige gewesen sein, die derartige Maßnahmen angewandt hatte.

Die Klasse wurde mit einer italienischen Begleit-Lehrerin zweisprachig unterrichtet, und diese soll die "Disziplinierungsmaßnahmen" ihrer Kollegin offenbar mitgetragen haben. Um die Kinder "ruhig zu stellen", sollen die Lehrerinnen zu einer weiteren Methode gegriffen haben: Die Kinder mussten den Kopf in den Nacken legen und auf der Nasenwurzel eine Perle balancieren. Wer das nicht schaffte, sei als "nicht braves Kind" quasi an den Pranger gestellt worden.

Kinder verklebten Stofftieren den Mund
Bekannt geworden seien dem "Kurier"-Bericht zufolge die Erziehungsmethoden der beiden Lehrerinnen, als die Schüler bei einem Kindergeburtstag ihren Stofftieren mit Klebeband den Mund zuklebten. Die Eltern wurden stutzig und wollten wissen, wieso die Kinder das tun: "Die Lehrerin macht das auch mit uns", lautete die Antwort. Eines der Kinder soll sich mit "Ich will das nicht mehr" sogar direkt an die Schuldirektorin gewandt haben.

Der zuständige Bezirksschulinspektor verwies auf eine Untersuchung durch eine Disziplinarkommission. Vor Herbst werde es von der Disziplinarkommission keine Entscheidung geben, hieß es. Die italienische Begleit-Lehrerin dürfte ohne Konsequenzen davon kommen. Sie ist wieder in Italien und könne daher nicht belangt werden.
(apa/red)