Lehrerdienstrecht von

Foglar bremst

Nach Faymann-Drängen: ÖGB-Chef will Qualität in den Fokus stellen

Erich Foglar © Bild: APA/Punz

Bundeskanzler Werner Faymann hat angedeutet, dass das neue Lehrerdienstrecht allenfalls auch ohne Zustimmung der Gewerkschaft noch vor der Wahl etabliert werden könnte. Damit machte er Parteifreund Erich Foglar keine Freude. In der "ZiB24" erklärte der ÖGB-Chef, man könne so eine wichtige Sache nicht gegen die Betroffenen durchsetzen. Es werde daher gut sein, ein wirklich gutes Verhandlungsergebnis zu erzielen und weniger den Zeitpunkt als die Qualität im Fokus zu haben.

Faymann hatte bei einem Auftritt im Burgenland gemeint, sollte bis Mitte, Ende Juni keine Einigung in den Verhandlungen der Regierung mit der Lehrergewerkschaft zustande kommen, werde die Regierungsspitze eingreifen. Der Kanzler verwies dabei auch auf die Möglichkeit, entsprechende Rahmenbedingungen auf gesetzlichem Wege zu beschließen.

Wenn der Kanzler das sage, werde er dazu die Mehrheit im Nationalrat haben müssen, replizierte Foglar, dessen ÖGB im Nationalrat mit zahlreichen Funktionären vor allem in der SPÖ, aber auch in der ÖVP vertreten ist. Am Ende bleibe, dass "motivierte Lehrer das Dienstrecht vollziehen müssen."

Regierung ohnehin schon Verhandlungspartner

Foglar betonte ferner, dass die Regierung jetzt schon in Form von drei Ministerinnen (Gabriele Heinisch-Hosek, Claudia Schmied, Maria Fekter, Anm.) mit der Beamten-Gewerkschaft am Tisch sitze. Damit sei die Regierung ohnehin bereits Verhandlungspartner.

Kommentare

lilienfeld melden

qualifizierten "Fachkräften" Seit Gehrer wird am Lehrerdienstrecht herumgedoktert und nichts passiert, das schreit doch nach einer Entscheidung von außen. Eigentlich sollte es auch für Lehrer eine Art Haftung geben, denn wenn sie schlecht sind, schaden sie dem Wichtigsten, was wir haben - unseren Kindern. Hehe, Erfolgshonorare wären da vielleicht auch zu überdenken......

lilienfeld melden

da ist wohl die Reihenfolge etwas durcheinander geraten, sorry

Das Unterrichtsniveau wird immer schlechter, das sehe ich fast täglich, weil ich im Bildungsbereich (Nachhilfeinstitut) arbeite. Lehrer gehen in die Klassen, beten ihren Sermon herunter und verschwinden wieder, kennen zum Teil nicht einmal die Namen der einzelnen Schüler. Nachfragen zu unverstandenem Stoff ist unerwünscht. Unser gesamtes Schulsystem ist ein unausgegorenes Flickwerk von nicht

Die tiefrote Gemeinde Wien stellt Arbeiter um € 5,74 pro Stunde ein.

"Ist Foglar am linken Auge blind"?

Sozialistisch heißt nicht sozial.

"Qualität" heißt: Die Pfründe der Lehrer sichern. Die Bildung unserer Kinder ist diesen Typen völlig egal.

Die ÖVP (Neugebauer & Co) treiben es noch ärger: "Je länger die Lehrer unterrichten um so weniger Bildung sollen unsere Kinder bekommen"?????

So lange wir weiterhin SPÖ+ÖVP wählen wird sich auch nichts ändern.

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