Lehrer glauben nicht an ÖVP-Kurswechsel: Riegler sieht keine parteiinterne Absprache

Scholik übt Kritik: Schlechter Stil von Lopatka FPÖ und BZÖ begrüßen Vorstoß, Grünen ablehnend

Lehrer glauben nicht an ÖVP-Kurswechsel: Riegler sieht keine parteiinterne Absprache © Bild: APA

In der Lehrergewerkschaft will man den von Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka verkündete Meinungsschwenk in Sachen neues Lehrerdienstrecht nicht als Kurswechsel verstehen. "Ich glaube nicht, dass das in der Partei intern abgesprochen ist", so Pflichtschullehrer-Gewerkschafter Walter Riegler. Zustimmung kam von FPÖ, BZÖ und Wirtschaftskammer, Ablehnung von den Grünen.

Wenn in einer so wichtigen Frage die Positionen der ÖVP bekanntgemacht würden, dann vielleicht durch den Vizekanzler oder den Generalsekretär, "aber sicher nicht durch den Staatssekretär", so Riegler. Im Übrigen sei es "eine Schnapsidee", den Jungen weniger Geld und schlechtere Perspektiven zu bieten, wenn man in zehn Jahren viele gute Lehrer haben wolle, richtete Riegler dem Staatssekretär aus.

Eva Scholik, Sprecherin der AHS-Lehrergewerkschaft, warf Lopatka im Gespräch mit der APA "schlechten Stil" vor. Sie selbst sei nicht gewillt, ihre Vorstellungen über die Medien mitzuteilen. "Es ist Zeit für sozialpartnerliche Verhandlungen", betonte sie. Fritz Neugebauer (V), Chef der für die Lehrer zuständigen Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD), wollte auf APA-Anfrage nichts zum Richtungsschwenk der ÖVP sagen und verwies auf die Lehrergewerkschaft.

(apa/red)