"Lebensgefahr für schwarze WM-Gäste": Ex-Politiker warnt vor Ostdeutschland

Besucher aus Afrika sollten manche Städte meiden

Der frühere deutsche Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye sieht schwarze Besucher der Fußball-Weltmeisterschaft wegen wachsender neonazistischer Gewalt in Teilen Deutschlands in Lebensgefahr. In einem Interview mit dem Deutschlandradio Kultur warnte Heye WM-Besucher aus Afrika am Mittwoch eindringlich vor dem Besuch in einigen ostdeutschen Gebieten: "Es gibt kleine und mittlere Städte in Brandenburg und anderswo, wo ich keinem, der eine andere Hautfarbe hat, raten würde, hinzugehen. Er würde sie möglicherweise lebend nicht mehr verlassen."

Heye, der im Kabinett von Bundeskanzler Gerhard Schröder Staatssekretär war und nun dem antirassistischen Verein "Gesicht zeigen" vorsteht, warnte zudem vor einer Bagatellisierung fremdenfeindlicher Überfälle. Es dürfe nicht sein, dass den Opfern eine Mitschuld an den Übergriffen gegeben werde. Die Bereitschaft wegzusehen, habe zugenommen, sagte Heye. (APA/red)