Le Pen auf Sizilien von Linksaktivisten an- gegriffen: Molotowcocktails und Krawalle

Franzose nahm an Immigrations-Konferenz teil Polizei versuchte, die Demonstranten fernzuhalten

Der Chef von Frankreichs rechtsextremer Partei Front National (FN), Jean Marie Le Pen, hat bei einem Aufenthalt auf Sizilien einen turbulenten Abend erlebt. Linksorientierte Aktivisten bewarfen das Hotel in Palermo, in dem der französische Politiker zu Gast war, mit Molotowcocktails und Knallkörpern. Le Pen nahm in Palermo an einer viertägigen Konferenz zum Thema Immigration teil, an der sich Europaparlamentarier rechtsextremer Parteien beteiligten.

Als die Polizei versuchte, die Demonstranten vom Hotel fern zu halten, kam es zu Krawallen. Einige Polizisten wurden leicht verletzt. Fünf Personen, darunter ein Niederländer, wurden festgenommen. Ihnen wird unter anderem Verwüstung und Widerstand gegen die Polizei vorgeworfen. Mit Le Pen befand sich im Hotel eine Delegation von Deputierten der europäischen Parlamentsgruppe "Identität, Tradition und Souveränität", berichteten italienische Medien.

Le Pen reiste weiter nach Lampedusa, um das lokale Auffanglager zu besuchen, in dem jährlich Tausende von Flüchtlingen untergebracht werden. "Die Immigration nährt die Armut in all unseren Ländern. Wir müssen Maßnahmen zum Schutz unserer kulturellen Identität und unserer europäischen Tradition ergreifen. In Frankreich gibt es sieben Millionen Arme und dies ist zum Großteil der Immigration zuzuschreiben", betonte Le Pen.

Die Konferenz in Palermo wurde von Italiens neofaschistischer Partei Fiamma Tricolore organisiert. Daran beteiligten sich Europaparlamentarier der extremen Rechten aus Italien, Frankreich, Belgien, Bulgarien und Rumänien.

(apa/red)