Le Pen fordert 'Neugier' der Medien zu Frau
von Sarkozys: Paris rede über Gerüchte

Auf welche Gerüchte er sich bezog, sagte er nicht Célia Sarkozy Mitte Jänner letztes Mal öffentlich

Im französischen Präsidentschaftswahlkampf hat der Rechtsextreme Jean-Marie Le Pen versucht, die Medien zu Nachforschungen über das Privatleben von Ex-Innenminister Nicolas Sarkozy zu bringen. "Ganz Paris" rede über Gerüchte zu Sarkozys Frau Cécilia, sagte Le Pen im Sender BFM-TV. Er sei "ziemlich erstaunt, dass es keinerlei Neugier der Presse zu Frau Sarkozy gibt, die Frankreichs First Lady werden könnte".

Offenbar lasse "eine ehrfurchtsvolle Furcht Leute vorsichtig werden, die normalerweise nicht zögern, Gerüchte in die Welt zu setzen". Auf welche Gerüchte er sich bezog, sagte Le Pen nicht.

Sarkozy ist seit 1996 mit seiner Frau verheiratet, beide haben zusammen einen Sohn. Bis 2005 war Cécilia Sarkozy auch Bürochefin ihres Mannes bei der Regierungspartei UMP. Sarkozy setzte seine Familie damals gezielt in den Medien ein, um auf dem Weg zur Präsidentschaftskandidatur Sympathiepunkte zu sammeln. Doch dann verließ Cécilia Sarkozy ihren Mann für ein dreiviertel Jahr und lebte mit einem Werbemanager in New York zusammen. Im Frühjahr 2006 kam es zur Versöhnung des Paares.

Im Wahlkampf trat Cécilia Sarkozy letztmals öffentlich Mitte Jänner auf, als ihr Mann bei einem Parteitag zum Kandidaten der Regierungspartei UMP gekürt wurde. Seitdem hieß es, sie arbeite hinter den Kulissen im Wahlkampf-Team Sarkozys und sei für Image-Fragen zuständig. Sarkozy sagte vergangene Woche, seine Frau werde nach seiner Wahl zum Präsidenten auch im Elysée-Palast "eine Rolle" spielen. Als er Anfang April nach dem Verbleib seiner Frau im Wahlkampf gefragt wurde, sagte er: "Wenn man sie zu oft sieht, dann wird mir das vorgeworfen. Jetzt ziehen wir die Lehren aus der Vergangenheit."

(apa/red)