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Lawrow warnt vor Spaltung Syriens durch Kurden-Frage

Wegen des Konflikts zwischen der Türkei und den Kurden in Syrien hat der russische Außenminister Sergej Lawrow vor einer Spaltung des Bürgerkriegslandes gewarnt. Es sei nicht hinnehmbar, wenn "das Kurden-Problem" dazu genutzt werde, Chaos in der Region zu säen und Staaten zu spalten, sagte Lawrow am Dienstag in Moskau.

Er sei überzeugt, dass die Türkei ihre rechtmäßigen Sicherheitsinteressen im Dialog mit der syrischen Regierung wahren könne, sagte er der Agentur Interfax zufolge.

Zugleich sagte Lawrow, Moskau habe Verständnis sowohl für den Standpunkt der Türkei als auch den der Kurden. Bei einer Lösung des Streits um die Grenzregion Afrin müsse die territoriale Einheit Syriens gewahrt bleiben.

Das türkische Militär hatte vor einem Monat eine Militäraktion gegen die Kurdenmiliz YPG in Afrin begonnen. Der Einsatz des Nato-Landes in Syrien stößt auch in Deutschland auf Kritik.

Der russische Außenpolitiker Dmitri Nowikow bezeichnete die Lage in Afrin als dramatisch. Russland müsse sich dafür einsetzen, dass sich der bewaffnete Konflikt nicht ausweite, sagte der Duma-Abgeordnete. Im Syrien-Konflikt unterstützt Russland die Regierung in Damaskus, die Türkei steht auf der Seite der Opposition.

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