Lawinenabgang in Obertauern: Frau von gewaltigem Schneebrett in den Tod gerissen

Begleiter der Salzburgerin hat die Lawine losgetreten Opfer hatte Lawinen-Pieps dabei: Aber ausgeschaltet

Lawinenabgang in Obertauern: Frau von gewaltigem Schneebrett in den Tod gerissen © Bild: APA/EPA/Schiazza

Bei einem Lawinenabgang in Obertauern in Salzburg ist eine Frau ums Leben gekommen. Ihr Begleiter hatte im Bereich der Sichelwand beim Kesselspitz ein gewaltiges Schneebrett losgetreten. Während der Mann nicht verschüttet wurde oder sich selbst rasch befreien konnte, dauerte es sehr lange, bis die Frau gefunden wurde, weil sie den Lawinen-Pieps im Rucksack nicht eingeschaltet hatte. Sie konnte nur mehr tot geborgen werden, sagte Bergrettungs-Sprecherin Maria Riedler.

Das Schneebrett hatte ein enormes Ausmaß von rund 300 Meter Länge und etwa 80 Meter Breite, sagte Riedler. Zudem befand sich der Kegel in sehr schwer erreichbarem Gebiet, so dass sämtliche Retter mit dem Hubschrauber hinaufgeflogen werden mussten. Insgesamt waren rund 30 Helfer der Bergrettung und Alpinpolizei mit vier Suchhunden im Einsatz.

Während sich der Mann, der die Lawine losgetreten hatte, selbst retten konnte, wurde seine Begleiterin - vermutlich eine Frau mittleren Alters aus dem Raum Radstadt - von den Schneemassen verschüttet. Wegen des nicht eingeschalteten Lawinen-Pieps dauerte es mindestens eineinhalb Stunden, bis sie geortet und geborgen werden konnte, obwohl sie nicht sehr tief unter der Oberfläche lag. Sie war aber bereits tot.

(apa/red)