Lawinenabgänge in Vorarlberg und Tirol: Verschüttete konnten wiederbelebt werden

Langlaufloipe in Warth unter Schneemassen begraben Ärzte retteten schwedischem Urlauber das Leben

Die anhaltenden Schneefälle haben in Vorarlberg zu ersten Lawinenabgängen geführt. In Warth sowie im Kleinwalsertal sind Schneebretter abgegangen. In beiden Fällen wurden Suchaktionen gestartet. Auch in am Arlberg in Tirol ist eine Lawine abgegangen. Ein verschütteter Wintersportler konnte noch reanimiert werden. In Osttirol war ein Snowboarder ganze zwei Stunden verschüttet. Er überlebte mit einer schweren Unterkühlung.

Nach ersten Informationen der Polizei ist in Warth ein Langläufer auf der Loipe gegen 15 Uhr vom Schnee verschüttet worden. Der Wintersportler wurde rechtzeitig befreit und konnte wiederbelebt werden.

In Mittelberg im Kleinwalsertal ging gegen 14.30 Uhr am Nordhang des Bärenkopfes eine Lawine in Richtung Walserstraße (L201) ab und blieb ca. 100 Meter oberhalb der Breitach stehen. Da zuerst vermutet wurde, dass die Schneemassen die an der Straße verlaufende Langlaufloipe verschüttet haben könnte, wurde Bergrettungsalarm ausgelöst. Es stellte sich jedoch heraus, dass zum Glück weder die Loipe noch die Straße verschüttet worden war.

Tirol: Wintersportler reanimiert
Leblos ist ein Variantenfahrer aus Schweden aus einer Lawine in St. Anton am Arlberg (Bezirk Landeck) geborgen worden. Der 24-Jährige konnte den Angaben der Polizei zufolge reanimiert werden.

Der Mann war mit einer Gruppe im Bereich Schöngraben im freien Skigelände unterwegs. Gegen 12.30 Uhr wurde er bei der Abfahrt in etwa 1.700 Metern Höhe von den abgehenden Schneemassen erfasst und verschüttet. Nur eine Hand ragte noch aus der Lawine. Eine halbe Stunde später gelang es seinen Begleitern und anderen Augenzeugen, ihn zur Gänze auszugraben.

Zwei zufällig anwesende Ärzte führten Wiederbelebungsmaßnahmen durch. Da auf Grund der schlechten Sichtverhältnisse kein Hubschrauber starten konnte, wurde der Verunglückte mit der Rettung abtransportiert und in weiterer Folge in die Innsbrucker Klinik gebracht.

Snowboarder zwei Stunden unter Lawine begraben
Einen besonders großen Schutzengel hat ein deutscher Snowboarder bei einem Lawinenunglück in Osttirol gehabt. Der 24-Jährige konnte nach sage und schreibe zwei Stunden lebend aus den Schneemassen geborgen werden. Er erlitt laut Polizei starke Unterkühlungen.

Der Snowboarder aus Chemnitz (Sachsen) war in Begleitung zweier Skifahrer im Skigebiet Brunnalm (Gemeinde St. Veit) unterwegs. Gegen 14.30 Uhr löste er abseits der gesicherten Piste bei der Einfahrt in einen Steilhang ein Schneebrett aus. Er wurde von der Lawine erfasst und einen Meter tief verschüttet.

Seine Kameraden fuhren zu einer Hütte ab und schlugen Alarm. Ein Lawinenhund spürte den Verunglückten auf. Der Snowboarder war noch bei vollem Bewusstsein und wurde ins Bezirkskrankenhaus Lienz geflogen. (apa/red)