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Lawine in Osttirol: Suchaktion fortgesetzt

Zwei Deutsche verschüttet - Einer bereits tot geborgen

Nach einem Lawinenabgang bei Kals in Osttirol am Freitag ist die Suchaktion nach einem der beiden Verschütteten am Samstagmorgen fortgesetzt worden. Einer der beiden Deutsche war bereits am Freitagabend geborgen worden, für ihn kam jedoch jede Hilfe zu spät. Nie Suche nach dem zweiten Verschütteten musste in den Abendstunden abgebrochen werden, weil Gefahr für die Retter drohte.

Die Bergeaktion würde sich als schwierig gestalten, berichtete der Einsatzleiter gegenüber der APA. Rund 50 Helfer waren in den frühen Morgenstunden bereits zur Unfallstelle aufgestiegen, weitere Retter sollen im Laufe des Tages nachkommen. Da jedoch kein Signal vom Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS) empfangen werden konnte, musste der gesamte Lawinenkegel sondiert werden.

Die beiden Deutschen im Alter von 25 und 26 Jahren hatten gegen Mittag den gesicherten Skiraum verlassen und waren oberhalb des sogenannten "Kals-Matreier-Törls" in Richtung Matrei abgefahren. Im Bereich der sogenannten "Ladstatt" löste sich schließlich ein rund 400 Meter langes und 100 Meter breites Schneebrett. Der Lawinenabgang wurde von niemanden beobachtet.

Erst als die beiden nicht zurück ins Tal kamen, erstattete ein Bekannter eine Vermisstenanzeige. Zwei Einheimische, die zufällig die gleiche Strecke abfuhren, entdeckten schließlich die Lawine und alarmierten die Rettungskräfte, da in den Lawinenkegel zwei Skispuren hinein, jedoch keine wieder herausführte. Gegen 16.45 Uhr konnte der 25-Jährige schließlich geortet und aus einer Tiefe von zwei Metern geborgen werden. Sofort eingeleitete Reanimationsversuche blieben jedoch erfolglos.

Die Suche nach dem zweiten Skifahrer musste gegen 18.00 Uhr aufgrund der hohen Lawinengefahr unterbrochen werden. Die beiden Deutschen waren sowohl mit Lawinenairbags, als auch mit LVS-Geräten ausgestattet.

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