Laut Zeitung: Nordkorea signalisiert Einlenken bei umstrittenen Atomprogramm

Angeblich Stopp von Reaktorbetrieb für Heizöl Aufhebung von US-Finanzsanktionen gefordert

Nordkorea hat nach einem Zeitungsbericht ein mögliches Einlenken bei seinem umstrittenen Atomprogramm signalisiert. Der nordkoreanische Vize-Außenminister Kim Kye Gwan habe den Betriebsstopp seines Reaktors Yongbyon angeboten, wenn sein Land im Gegenzug 500.000 Tonnen Heizöl jährlich erhalte, berichtete die japanische Zeitung "Asahi Shimbun". Das Blatt berief sich dabei auf den früheren Vertreter des US-Außenministeriums, Joel Witt sowie den Atomexperten David Albright. Kim soll demnach den Vorschlag den beiden US-Bürgern vergangene Woche unterbreitet haben.

Der Umfang einer solchen Heizöllieferung würde das Volumen ähnliche Hilfen übersteigen, die die US-Regierung nach einem Abkommen zwischen 1994 und 2002 leistete. Dem japanischen Blatt zufolge verlangte Kim in dem Gespräch zudem die Aufhebung von US-Finanzsanktionen sowie die Löschung seines Landes von der Liste der Nationen, die den Terror förderten. In der kommenden Woche soll es eine weitere Gesprächsrunde über Nordkoreas Atomprogramm geben. Bei den Gesprächen der USA, Russlands, Japans, Chinas und Südkoreas mit Nordkorea soll es um eine Vereinbarung aus dem Jahr 2005 gehen. Darin sicherte Nordkorea im Prinzip ein Ende seines Atomwaffenprogramms zu, sollte das isolierte Land Wirtschaftshilfe sowie Sicherheitsgarantien erhalten.
(apa)