Lauda bekämpft AUA-Zuschuss: Airliner fordert neue Streckenrechte als Ausgleich

"Will zweimal täglich nach Moskau oder Kiew fliegen" Rechnet mit Widerstand weiterer Airlines in Brüssel

Lauda bekämpft AUA-Zuschuss: Airliner fordert neue Streckenrechte als Ausgleich © Bild: FORMAT/Roman Zach-Kiesling

Air­liner Niki Lauda will die vereinbarten 500 Millionen Euro Zuschuss für die AUA nicht einfach hinnehmen. Er spricht von „brutaler Wettbewerbs­verzerrung. Da werden viele Airlines in Brüssel sehr lästig sein.“ Lauda selbst will zuerst bereden, ob es eine Möglichkeit gibt, die Sache in Österreich friedlich zu lösen: „Ich habe um einen sehr baldigen Termin mit Kanzler Faymann und Vize­kanzler Pröll gebeten. Sie sollen sagen, wie sie diesen Eingriff vor meinen 500 Mitarbeitern rechtfertigen.“

Was Niki Lauda will, sagt er klar: zusätzliche Verkehrsrechte für Ziele außerhalb der EU, wo ihn die AUA immer noch behindern kann. „Ich will zweimal täglich nach Moskau, Kiew oder Belgrad fliegen dürfen, nicht nur einmal.“ Sollte es keine gütliche Lösung geben, wird der Er­z­rivale der AUA aber einen Gang zulegen. Sein Wiener Anwalt, Haig Asenbauer, ist schon in Brüssel unterwegs, um die Lage zu sondieren.

"Kann mich zurücklehnen"
Lauda rechnet damit, dass etliche Airlines die Staatshilfe für die AUA in Brüssel bekämpfen werden: „Ich kann mich derweil zurücklehnen.“
Er rechnet „hundertprozentig“ mit ­einem Verbot der Beihilfe oder mit Auflagen: „Zum Beispiel, dass die AUA fünf Jahre nicht wachsen darf, ihre Flotte verkleinern muss oder Verkehrsrechte liberalisiert werden.“
Die AUA sieht weder die Beihilfe als Problem, weil es das erste Mal ist, noch kartellrechtliche Hindernisse.

Lesen Sie die ganze Story im aktuellen FORMAT 49/08!