LASK, Wacker und Admira ohne Lizenz: Austria muss finanzielle Auflage erfüllen

Wiener erhielten Genehmigung unter Vorbehalt Entscheidung des Senat 5 in erster Instanz

LASK, Wacker und Admira ohne Lizenz: Austria muss finanzielle Auflage erfüllen © Bild: GEPA

Vier Vereine aus den beiden höchsten Fußball-Ligen Österreichs stehen ohne Spielgenehmigung für die kommende Saison da. Der Bundesliga-Senat 5 hat den beiden Oberhaus-Clubs Wacker Innsbruck und LASK Linz die Lizenz ebenso verweigert wie der Admira und FC Lustenau aus der Erste Liga. Die Wiener Austria erhielt die Lizenz in erster Instanz unter finanziellen Auflagen.

Die betroffenen Vereine können gegen das Urteil bis spätestens 9. Mai (Montag) beim Protestkomitee berufen und in dieser Zeit Unterlagen nachreichen. Als dritte und letzte Instanz entscheidet das Ständige Neutrale Schiedsgericht anstelle eines ordentlichen Gerichts bis spätestens 31. Mai.

Wacker-Innsbruck-Obmann Kaspar Plattner zeigte sich in einer ersten Reaktion von der ausständigen Spielgenehmigung überrumpelt. "Ich kann noch nichts sagen, weil ich keine Begründung kenne. Ich finde es nur nicht richtig, dass man vorher eine Presseaussendung macht, bevor man die Vereine informiert."

Lustenau gelassen
Keine Stellungnahmen gab es vorerst vom LASK und von Aufstiegsaspirant Admira. FC-Lustenau-Präsident Dieter Sperger gab sich trotz der Spielgenehmigungs-Verweigerung gelassen. "Die Lizenz ist abgelehnt worden mit der Begründung, dass die Absichtserklärung eines langjährigen Sponsors, uns auch in der kommenden Saison zu helfen, nicht ausgereicht hat, obwohl es in den letzten zehn Jahren immer gereicht hat. Aber das ist kein Problem, wir werden es nachreichen."

Die Vorarlberger hatten schon vor einigen Wochen für negative Schlagzeilen gesorgt, als "profil" von einem Doppelvertrag mit dem nunmehrigen Ex-Spieler Alejandro Santana berichtete. Dafür bekamen die Lustenauer von der Liga eine Geldstrafe aufgebrummt. "Und damit ist die Sache auch erledigt. Das Ganze hat nichts mit der Lizenz zu tun und ist ein Einzelfall", beteuerte Sperger.

In den vergangenen Jahren wurde die Bundesliga-Lizenzierung immer wieder zum Stolperstein für namhafte Vereine. Austria Kärnten erwischte es im Vorjahr, davor mussten sich schon Clubs wie der GAK und die Admira (jeweils 2007), SW Bregenz (2005) oder der damalige Meister FC Tirol (2002) zumindest kurzfristig aus dem Profi-Fußball verabschieden.

Erleichterung in Favoriten
Die finanzielle Auflage, unter der Austria Wien die Spiellizenz für die Saison 2011/12 erhalten hat, vermochte die Erleichterung in Favoriten nicht zu trüben. "Wir freuen uns, dass wir diese wichtige Hürde genommen haben, um unsere ehrgeizigen Zukunftspläne weiter vorantreiben zu können", sagte Wirtschaftsvorstand Markus Kraetschmer in einer ersten Reaktion.

Der Vizemeister muss aufgrund seines negativen Eigenkapitals zum 30. Juni 2010 dem Senat 5 Quartalsberichte vorlegen. "Diese Auflage können und werden wir aber gerne erfüllen", meinte der Manager der "Veilchen", die so wie Erstligist St. Pölten finanzielle Auflagen erhielten.

(apa/red)

Kommentare

Lizenzen Sagts einmal, haben die Deppen im Wiener Fußballklub nichts besseres zu tun, als ständig den klubs prügel vor die Füss zu werfen?
Und typisch für die Ignoranten, dass erst die Öffentlichkeit informiert wird, bevor die Klubs noch etwas davon wissen! Das ist sogar im zeitalter von Wikileaks mehr als verwerflich! Vielleicht sollte man einmal diese Idioten vor ein gericht zerren!

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