LASK stürzt Salzburg ins Unglück: Meister geht in Linz mit 1:4 unter - Pfiffe für "Trap"

"Bullen" warten weiter auf ersten Auswärtssieg Mijatovic legte mit Doppelpack Grundstein für LASK

Aufsteiger LASK sorgt weiter für Furore und mischt an der Spitze mit. Die Linzer haben den angeschlagenen Titelträger Red Bull Salzburg mit 4:1 abserviert und sich als erster Verfolger der Wiener Austria in Stellung gebracht. Für Salzburg-Trainer Giovanni Trapattoni gab es Pfiffe und "Trap"-Raus-Rufe von den mitgereisten Bullen-Fans.

Die Oberösterreicher bestimmten vor allem in den ersten 45 Minuten das Geschehen und gingen durch ihren kroatischen Legionär Mario Mijatovic in der 9. bzw. 25. Minute in Front. Auch der zwischenzeitliche Ausgleich durch Jezek (25.) konnte nichts daran ändern, dass die im Europacup gedemütigten Salzburger in der Fremde weiter ohne Erfolg bleiben. Panis schoss die Trapattoni-Elf in der 66. Minute k.o., Dollinger setzte neun Minuten vor dem Ende mit seinem ersten Saisontreffer den Schlusspunkt.

Mijatovic beendete in der elften Minute nicht nur das etwas schüchterne Abtasten, sondern präsentierte sich auch als äußerst würdiger Mayrleb-Ersatz. Nach schöner Vastic-Vorarbeit und Bodnar-Aussetzer vollendete der kroatische "Stier" eine Drehung am Sechzehner mit dem Treffer zum 1:0. Salzburg konterte allerdings nur wenige Minuten später perfekt, als der heranspringende Jezek eine Bodnar-Flanke aus wenigen Metern volley in die Maschen setzte (15.).

Es sollte die einzige Großchance der Gäste in der ersten Hälfte bleiben. Der LASK, der bissig, ambitioniert und ballsicher zu Werke ging, zeigte sich kaum beeindruckt. Die Linzer attackierten früh und setzten die nervös wirkenden Gäste mit Fortdauer der Partie wie geplant unter Dauerdruck. So jagte Saurer Carboni den Ball an der Mittellinie ab, Panis passte auf Mijatovic, der allein aufs Tor zulief und aus rund 16 Metern Schwarz-Weiß erneut in Führung brachte (25.).

Die ersten Minuten nach dem Seitenwechsel dominierte Salzburg, der LASK hingegen setzte auf sein schnelles und gefährliches Konterspiel. Mehrmals herrschte dicke Luft in beiden Strafräumen, noch aber fiel kein Treffer. Erst in der 66. Minute bebte die Linzer Gugl erneut: Der heranstürmende Panis hatte ein Vastic-Zuspiel übernommen, war an der Salzburg-Abwehr vorbei bis an den Sechzehner gelaufen und hatte von dort zum 3:1 abgedrückt. Für den "Beißer" die Krönung einer insgesamt äußerst gelungen Vorstellung.

In der Folge durften sich die Gäste zwar als Spielgestalter fühlen, der LASK aber blieb weiterhin gefährlich und war dem vierten Tor näher als Salzburg dem Anschlusstreffer. Prompt machte der nach etwas mehr als einer Stunde für den angeschlagenen Hota eingewechselte Dollinger nach Stanglpass von Vastic rund zehn Minuten vor dem Ende das 4:1 perfekt (81.).

LASK Linz - Red Bull Salzburg 4:1 (2:1)
Stadion der Stadt Linz, 14.200, SR Meßner

Torfolge:
1:0 (11.) Mijatovic
1:1 (15.) Jezek
2:1 (25.) Mijatovic
3:1 (66.) Panis
4:1 (81.) Dollinger

LASK: Cavlina - Klein, Baur, Hoheneder, Klapf - Hota (53. Dollinger), Wendel (87. Hamdemir), Panis, Saurer - Vastic, Mijatovic (83. Pichler)

Salzburg: Ochs - Bodnar, Sekagya, Dudic, Steinhöfer - Pitak (60. Rakic), Aufhauser, Carboni, Jezek (82. Vonlanthen) - Janocko - Lokvenc

Gelbe Karten: Dollinger bzw. Carboni

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(apa/red)