LASK entführt drei Punkte von den Grazern:
Überraschender Auswärtserfolg der Linzer

Thomas Prager trifft in der 84. Minute zum Sieg Den Grazern entschwindet Europacup-Platz drei

LASK entführt drei Punkte von den Grazern:
Überraschender Auswärtserfolg der Linzer © Bild: GEPA/Oberländer

Sturm Graz muss sich in der vom Gedanken an Platz drei wohl verabschieden. Am Samstag kassierten die Steirer zu Hause gegen den LASK in einem an Höhepunkten armen Spiel eine 0:1-(0:0)-Niederlage, das Goldtor für die eigentlich harmlosen Linzer erzielte Thomas Prager in der 84. Minute.

Sturm, das zuletzt schon gegen Mattersburg nur 0:0 gespielt hatte, kassierte die erste Niederlage nach acht Runden, der LASK, ist bereits seit sieben Runden ungeschlagen und darf sich derzeit wieder als "Nummer eins in Oberösterreich" bezeichnen. Nach der 0:2-Niederlage Rieds in Wiener Neustadt verdrängten die "Athletiker" den Rivalen von Platz sieben.

Nach einer zwar durchaus bemühten, aber Torchancen losen ersten Viertelstunde, musste Macho, der erstmals seit seiner am 27. Februar erlittenen Handverletzung wieder das Linzer Tor hütete, erstmals eingreifen und vor Lavric wegfausten (16.). Im Gegenzug hatte Aufhauser nach schlechter Schildenfeld-Abwehr die Möglichkeit im Strafraum, wurde vom Verteidiger schließlich aber geblockt.

Der LASK, bei dem Kragl aus der "Schusslinie" genommen wurde und fehlte, versteckte sich keineswegs, kam aber zu keinen echten Torchancen. Einzig Mayrleb tauchte in der 41. Minute gefährlich vor Gratzei auf, wurde in aussichtsreicher Position wegen Abseits' aber fälschlicherweise zurückgepfiffen. Sturm operierte oft mit hohen Bällen, einmal verzog Jantscher per Weitschuss, Lavric vergab die wohl beste Gelegenheit per Kopf aus wenigen Metern klar (34.). Kurz vor der Pause musste Panis beim LASK Aufhauser ersetzen, den eine Muskelverhärtung im Oberschenkel zur Aufgabe zwang.

Prager trifft aus heiterem Himmel
Nach dem Seitenwechsel war Sturm zwar feldüberlegen, fand aber weiter nicht zu seinem Spiel. In der 59. Minute nahm sich Kienast nach einem weiten Pass in die Spitze von der Strafraumgrenze ein Herz, Macho parierte aber problemlos. Auch Schildenfeld scheiterte per Kopf an Macho (62.), der eingewechselte Haas versuchte es mit zwei Distanzschüssen.

Die entscheidende Szene leitete schließlich der isländische Stürmer Gardar Gunnlaugsson ein, der in der 65. Minute für Mayrleb und zu seiner LASK-Premiere kam. Nachdem die Sturm-Defensive den Ball unentschlossen hin- und hergeschoben hatte, nahm Gunnlaugsson Schildenfeld den Ball ab und passte zu Prager, dessen Schuss Gratzei zwar berührte, aber schließlich zum 0:1 ins Tor ging (84.). Doppelt enttäuschend für die Hausherren, war doch bis dahin ein harmloser Saurer-Schuss in Gratzeis Arme der einzige Linzer Torschuss nach dem Seitenwechsel gewesen. Im Finish vergab Haas per Volley den Ausgleich (87.).

SK Sturm Graz - LASK 0:1 (0:0):
Graz, UPC Arena, 11.986, SR Krassnitzer.

Tor:
0:1 (84.) Prager

Sturm: Gratzei - Lamotte, Feldhofer, Schildenfeld, Prawda - Salmutter, M. Weber (84. Kienzl), Hlinka (68. Haas), Jantscher (75. Muratovic) - Kienast, Lavric

LASK: Macho - Bubenik, Piermayr, Chinchilla-Vega, Prettenthaler - Metz, Aufhauser (45. Panis), Majabvi, Saurer - Prager (86. Zakany) - Mayrleb (64. Gunnlaugsson)

Gelbe Karte:
Kienast

(apa/red)