Dschungel-Star von

Larissa, liegt Ihnen
die Rolle der "Bitch"?

Fünf grenzwertige Fragen an ein grenzwertiges Phänomen.

Dschungel-Star - Larissa, liegt Ihnen
die Rolle der "Bitch"?

Wiewohl gesundheitlich angeschlagen - eine akute Angina plagt das Model - zieht Larissa Marolt ihr Programm durch. Soeben ist die Dschungel-Prinzessin aus Istanbul eingeflogen, wo sie am Laufsteg zugange war. Im 34. Stock des Millennium Tower treffen wir die kesse Kärntnerin vor atemberaubender Wien-Kulisse zum Gespräch. Ab 20. 3. ist sie im Tanzfilm "Rise Up! And Dance" in einer kleinen Nebenrolle zu sehen. Anlass, über ihre geplante Hollywood-Karriere zu sprechen.

NEWS: Sie spielen eine rücksichtslose Spenden-Keilerin, die zudem der Hauptfigur den Freund ausspannt. Liegt Ihnen die Rolle der "Bitch"?
Larissa: Ich bin ein sehr verspielter Mensch. Die dunklen Rollen finde ich interessant, weil man wirklich einmal Arschloch sein kann. Man kann eine Arroganz ausleben, wie es im wahren Leben nicht möglich ist. Ich mag Charakterrollen. Ich spiele entweder ein naives Engelchen oder wie bei "Rise Up" eine eiskalte, manipulierende Geschäftsfrau. Ich finde den Kontrast der Rollen cool. Ich habe als Naivchen angefangen und jetzt in meinen zwei Kinofilmen spiele ich wieder ganz verschiedene Rollen. Das ist ein großes Kompliment, denn offenbar schätzt man mich als vielseitig ein. Ich versuche immer, auch etwas von mir selbst einzubringen. Es ist ein Film, aber ich versuche, es authentisch rüberzubringen. Ich habe meine wilden Seiten und meine Ausraster, meine schlechten Seiten, aber ich habe auch meine guten Seiten. Ich habe viele Macken, aber ich bin eben menschlich. Damit können sich die Leute identifizieren. Wenn ich schlecht drauf bin, bin ich eben schlecht drauf. Ich bin spontan, manchmal zu spontan. Noch kann ich das auf meine Jugend schieben.

»Dunkle Rollen sind interessant, weil man das Arschloch sein kann.«

NEWS: Muss man denn ein Arschloch sein, um es in der Branche ganz nach oben zu schaffen?
Larissa: Man muss hart im Nehmen und vorsichtig sein. Ich bin aber ein herzlicher Mensch. Die Medienbranche ist eine sehr harte Branche. Aber ich versuche, aufrichtig zu sein und meine Herzlichkeit nicht zu verlieren. Ich finde es wichtig, die Menschlichkeit nicht zu verlieren und nicht zu vergessen, wo man herkommt. Dennoch wird man abgehärtet. Man muss in dem Job viele Opfer bringen. Es ist nicht alles so schön wie es aussieht. Man verdient sein Geld, wird bewundert, aber er ist auch kein Zuckerschlecken. Was mir hilft: wenn ich etwas geschafft habe - diese Glückshormone, die dann rausspringen. Wenn man realisiert, dass es gut war.

NEWS: Wie weit ist es noch bis zum großen Vorbild Angelina Jolie?
Larissa: Das wurde übertrieben dargestellt. Ich bin vielmehr Independent-Film-Fan als Hollywood-Fan. In den französischen Filmen sieht man wahre Schauspielkunst. Auch das Theater, wo ich mit 14 begann, ist eine große Leidenschaft. Jetzt liegt mein Fokus beim Film. Ich möchte in der Branche Fuß fassen und überleben. Zur Zeit bin ich mit den Tanz-Trainingsstunden für "Let's Dance" sehr beschäftigt. Das ist ein schönes anständiges Format, wo man sich von einer eleganten, graziösen Seite zeigen kann. Trotzdem werde ich auch dort so sein wie ich bin. Ich versuche mich nicht zu verstellen. Ich nütze aber die Gelegenheit, mich wieder von einer anderen Seite zu zeigen.

NEWS: Was würden Sie für Geld nicht machen? Wie sieht es zum Beispiel mit explizitem Sex vor der Kamera aus?
Larissa: Ich bin in der Schauspielerei experimentierfreudig. Wenn es ein schönes, ästetisches Kunstprojekt ist, bin ich bereit, an eine gewisse Grenze zu gehen. Ich habe meine Prinzipien. Ich weiß ganz genau, was ich will und was ich nicht mache. Es kommt immer darauf an, mit wem man arbeitet. Da wird ausgemistet. Es wird alles genau ausgewählt. Das muss sein, sonst wird man verrissen und verheizt.

»Wenn ich was geschafft habe, springen bei mir die Glückshormone.«

NEWS: Welches Rollenbild vermitteln Sie jungen Frauen?
Larissa: Ich hoffe, dass ich eine selbstbewusste Frau darstelle, die keine Angst hat und sich etwas traut. Auch wenn ich polarisiere - ich stehe dazu. Wenn ich einmal etwas falsch mache, sage ich es. Ich finde es wichtig, Mut zu haben und auf sein Gefühl zu hören. Egal, was andere denken und ohne Angst, sich zu blamieren. Viele lassen sich von der Meinung der Masse bremsen. Was denken die anderen von mir? Das frage ich mich nicht. Ich sehe mich als Künstlerin und habe kein Problem, mich zu entfalten.

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die rolle der bitch braucht sie nicht spielen

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