Landtagswahlen 2013 von

Tirol geht wählen

Frühlingshafter Urnengang: 532.500 Wahlberechtigte entscheiden über 36 Mandate

LANDTAGSWAHL IN TIROL: STIMMABGABE LH G†NTHER PLATTER (…VP) © Bild: APA/Techt

Die Tiroler Landtagswahl ist am Sonntag bei frühlingshaften Temperaturen und - entgegen der Wetterprognosen - Sonnenschein über die Bühne gegangen. Rund 532.500 Wahlberechtigte entschieden über die Vergabe der 36 Mandate, um die gleich elf Gruppierungen warben. 2008 lag die Wahlbeteiligung bei 65,8 Prozent.

Der amtierende Landeshauptmann Günther Platter (V) stellte sich als Spitzenkandidat seiner Partei zum ersten Mal und musste - zumindest laut Umfragen - mit einem weiteren historischen Tiefststand für die seit 1945 ununterbrochen regierende ÖVP rechnen. Platter selbst wurde im Wahlkampf nicht müde, vor "italienischen Verhältnissen" und der Unregierbarkeit des Landes zu warnen, sollten sich zu viele Parteien die 36 Sitze teilen. Anspruch auf den LH-Sessel meldete auch der Koalitionspartner SPÖ mit Spitzenkandidat, LHStv. Gerhard Reheis, sowie die mit "vorwärts Tirol" erstmals kandidierende frühere VP-Hauptgeschäftsführerin und ehemalige VP-Finanzlandesrätin Anna Hosp an.

Platter wählt ohne Kabine

Platter sorgte bei seiner Stimmabgabe in Zams für Aufsehen, indem er die Wahlkabine mied und sein Kreuz vor den versammelten Fotografen und Kamerateams setzte. Sonst gab sich der amtierende Landeshauptmann aber entspannt und betonte, dass es ihm "gut gehe und er gut geschlafen" habe. Als Wahlziel nannte Platter erneut das Erreichen von 16 Mandaten.

Der FP-Listenzweite und Innsbrucker Spitzenkandidat, Rudi Federspiel, tat es Platter gleich und füllte seinen Stimmzettel gleich auf der Wahlurne aus. FP-Spitzenkandidat Gerald Hauser zeigte sich in seiner Heimatgemeinde St. Jakob in Defereggen "entspannt und zuversichtlich". In den letzten Wochen sei es mit den Freiheitlichen "bergauf" gegangen, meinte er. SP-Spitzenkandidat, LHStv. Gerhard Reheis, gab seine Stimme bei strahlendem Sonnenschein in Imst ab und betonte: "Ich fühle mich wie das Wetter".

Familie kommt mit

Mit Familienunterstützung schritten die Spitzenkandidaten von "Liste Fritz" und "vorwärts Tirol" ins Wahllokal. Andrea Haselwanter-Schneider von der "Liste Fritz" hatte in Oberperfuß ihren neunjährigen Sohn Felix mit genommen, "vorwärts"-Spitzenmann Hans Lindenberger erschien in Zirl mit Frau Christine. Dass die Wahl diesmal schwierig ist, zeigte sich bei einer älteren Dame, die vor Lindenberger in die Wahlkabine schritt und angesichts des langen Stimmzettels seufzte: "Das ist ja ein ganzer Roman."

Die Grüne Spitzenkandidatin Ingrid Felipe schritt um knapp nach 10.00 Uhr in einem Kindergarten ihrer Heimatgemeinde Rum zur Wahlurne. Mit dabei war ihr zehnjähriger Sohn. "Ich habe gut geschlafen und habe für heute ein gutes Gefühl", meinte Felipe zu den anwesenden Medienvertretern. Am Nachmittag wollte sich die Spitzenkandidatin Richtung Innsbruck aufmachen.

Team Stronach zuversichtlich

Der Spitzenkandidat von "Gurgiser&Team", Fritz Gurgiser, wählte am Vormittag in seiner Heimatgemeinde Vomp bei Schwaz. In einem Innsbrucker Altstadtcafe wollte Gurgiser am Abend mit seinen Getreuen den Wahlabend begehen.

Im Gemeindeamt seiner Heimatgemeinde Söll gab Stronach-Spitzenkandidat Hans-Peter Mayr um 11.00 Uhr in Begleitung von Mutter, Bruder und Neffen seine Stimme ab. Mayr gab sich entspannt und zuversichtlich. Er rechne mit dem Einzug in den Landtag, meinte er. Am Nachmittag wollte der 37-Jährige den Weg in die Landeshauptstadt antreten.

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