Langlauf von

Dürr wahrt Chance aufs Podest

Beendet sechste Etappe über 10 Kilometer in klassischer Technik auf achtem Platz

Johannes Dürr © Bild: APA/EPA/Andrea Solero

Johannes Dürr hat bei der Tour de Ski der Langläufer seine Chance auf einen Podestplatz gewahrt. Der Niederösterreicher beendete im Val di Fiemme die sechste Etappe am Samstag über 10 Kilometer in der klassischen Technik auf dem achten Platz. Vor dem abschließenden Jagdrennen am Sonntag mit dem Schlussanstieg zur Alpe Cermis liegt Dürr als Fünfter nun 34 Sekunden hinter Rang drei.

Der Tagessieg am Lago di Tesero ging an den Norweger Petter Northug, der sich vor seinen Landsmännern Martin Johnsrud Sundby und Chris Jespersen durchsetzte. Sjur Röthe machte den norwegischen Vierfach-Triumph perfekt. Nach seinem insgesamt elften Etappensieg im Rahmen der Tour verkürzte Northug in der Gesamtwertung seinen Rückstand auf den voran liegenden Sundby auf 48,5 Sekunden.

Dürr zeigte einen Tag nach seinem Husarenstück über die 35 km im freien Stil auch in der klassischen Technik keine Schwächen. Der 26-Jährige blieb immer innerhalb der Top-Ränge, im Ziel hatte er 45,3 Sekunden Rückstand auf Northug. Der zweifache Olympiasieger liegt wie Sundby vor dem Finale der Tour wohl außer Reichweite, zumindest die Jagd auf den drittplatzierte Jespersen ist jedoch eröffnet.

Kraftraubender Schlussanstieg steht bevor

Am Sonntag geht es über 9 Kilometer in der Verfolgung zur Alpe Cermis. Vor allem der kraftraubende Schlussanstieg könnte Dürr entgegenkommen. "Meine Devise für morgen ist den Blick nach vorne zu richten und voll anzugreifen. Ob ich dann blau gehe oder ein tolles Rennen abliefern kann, sehe ich ja dann", sagte der Göstlinger. Er war mit seiner Leistung am Samstag zufrieden: "Im Anstieg war ich richtig gut, nur in den Doppelstock-Passagen habe ich noch etwas Aufholbedarf."

Auch Northug kündigte an, für Sonntag bereit zu sein. "Ich fühle mich vor der letzten Etappe weniger müde als in den Vorjahren", sagte der 28-Jährige, der im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Sotschi immer besser in Form kommt. Nach einem im Sommer erlittenen Infekt hatte Norwegens Superstar die Saison mit einem mehrwöchigen Trainingsrückstand in Angriff nehmen müssen.

Eine weitere Enttäuschung setzte es für Titelverteidiger Alexander Legkow. Der Russe büßte als 18. mehr als eine Minute ein und liegt in der Gesamtwertung schon fast zweieinhalb Minuten zurück.

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