Langes Warten auf das "Knopfaufgehen":
Toni hofft gegen Spanien auf erstes EM-Tor

Toni: "Gegen Spanien mache ich mein erstes Tor" Squadra Azzurra bisher noch ohne Stürmertreffer

Langes Warten auf das "Knopfaufgehen":
Toni hofft gegen Spanien auf erstes EM-Tor © Bild: Reuters/Martinez

Luca Toni rackert wie ein Verrückter, der große Lohn für seine Bemühungen ist dem italienischen Stürmerstar bei der EURO 2008 aber noch verwehrt geblieben. Trotz zahlreicher hochkarätiger Torchancen steht der Angreifer vom deutschen Double-Gewinner Bayern München nach drei EM-Spielen über die volle Distanz noch ohne Torerfolg da. "Gegen Spanien werde ich mein erstes Tor machen", versprach Toni vor dem heutigen Viertelfinal-Schlager die EM-Premiere seines markanten Torjubels.

Auch ohne Treffer war Toni einer der Hauptverantwortlichen für den Einzug der "Squadra Azzurra" in die K.o.-Phase. Gegen Frankreich holte Toni den zum 1:0 führenden Elfmeter und gleichzeitig die Rote Karte für Frankreichs Abwehrspieler Eric Abidal heraus. Es war dies der Schlüsselmoment im Duell der WM-Finalisten 2006 am vergangenen Dienstag in Zürich gewesen. "Dieser Elfmeter war zwei Tore wert", wusste auch Teamchef Roberto Donadoni.

Toni wurde bisher im Verlauf des Turniers zehnmal mit unfairen Mitteln gestoppt, damit gehört der 31-Jährige zu den fünf meist gefoultesten Spielern der EM und ist Italiens Garant für gefährliche Standardsituationen. Die beiden Treffer der Italiener gegen Frankreich fielen per Elfer und Freistoß.

Bisher Chancenvernebler
Doch beim Verwerten der Torchancen strapazierte Toni bisher die Nerven seines Trainers bis aufs Äußerste. Von seinen in der deutschen Liga (24 Treffer, Torschützenkönig) und im UEFA-Cup (10 Saisontore) gezeigten Knipserqualitäten war noch nichts zu sehen, gegen die Franzosen vergab er vor allem vor der Pause Topchancen am Fließband und fast im Minutentakt.

Toni ist der Grund, warum die Italiener diesmal bei der EURO oft fast in englischer Manier agieren und immer wieder mit hohen Bällen den 1,94 m großen Mann mit der Nummer 9 suchen. Und Toni, der nach 37 Länderspielen bei 15 Treffern hält, ist auch ein ständiger Unruheherd für die gegnerische Defensive, nur beim Abschluss klappt es eben noch nicht.

Doch damit steht Toni nicht alleine da, denn die Italiener haben im bisherigen EM-Verlauf noch kein einziges echtes Stürmertor erzielt. Neben Toni haben auch Antonio Cassano, Alessandro Del Piero und Antonio Di Natale noch nicht getroffen. Die drei bisherigen Treffer gelangen Christian Panucci, Andrea Pirlo und Daniele De Rossi.

Luca wird Andrea vermissen
Dondadoni verteidigte jedoch seine Angreifer. "Nach einer langen, harten Saison haben es die Verteidiger sehr viel leichter als die Stürmer", meinte der Teamchef. Ein Blick zu Italiens Viertelfinal-Gegner Spanien widerlegt diese Theorie jedoch, denn David Villa hält bereits bei vier Turniertreffern und führt die EM-Schützenliste an.

Sorgen bereitet Toni, der den Teamgeist innerhalb des Weltmeisterteams als Erfolgsfaktor Nummer eins hervorstrich, die Sperre von Andrea Pirlo im Match gegen die Spanier. "Pirlo ist aufgrund seiner brillanten Pässe extrem wichtig für uns Stürmer. Wir werden ihn vermissen."

(apa/red)

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