Wien-Wahl von

Blümel ist Wiens
neuer ÖVP-Chef

Bestätigt: Der ÖVP-Generalsekretär mit 95,7 Prozent Nachfolger von Manfred Juraczka

Neuer Wiener ÖVP-Chef Gernot Blümel © Bild: APA/GEORG HOCHMUTH

ÖVP-Generalsekretär Gernot Blümel ist Montagnachmittag vom Landesparteivorstand der Wiener Volkspartei mit 95,7 Prozent der Stimmen zum geschäftsführenden Obmann gewählt worden. Das gab der scheidende Parteichef Manfred Juraczka nach der Sitzung gemeinsam mit Blümel bekannt.

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Formal vollzogen wird die Übergabe Anfang 2016 beim Landesparteitag, Blümel führt aber ab sofort die Geschäfte. "Das ist eine große Aufgabe. Ich freue mich", sagte er in einer Pressekonferenz nach der Sitzung. Blümel versprühte in der Pressekonferenz Zuversicht. "Das Schöne an der Aufgabe ist: Das einzige, was man falsch machen kann, ist zu wenig Mut zu haben." Das Potenzial für die ÖVP in Wien sei, wenn sie eine echte bürgerliche Politik betreibe, "wirklich groß". Dies sei auch notwendig, denn wenn die ÖVP im Bund wieder erfolgreich sein wolle, müsse sie das auch in Wien sein. Dafür müsse sich nicht nur personell, sondern strukturell etwas in der Landespartei ändern.

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    Rücktritt von Wiener ÖVP-Chef Manfred Juraczka

    Wiener ÖVP Chef Manfred Juraczka tief betroffen am Wahlabend

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    Rücktritt von Wiener ÖVP-Chef Manfred Juraczka

    Beate Meinl-Reisinger (NEOS), Maria Vassilakou (Grüne), Michael Häupl (SPÖ), Heinz-Christian Strache (FPÖ) und Manfred Juraczka (ÖVP) am Sonntag, 11. Oktober 2015, anl. einer TV-Diskussion im Rahmen der Gemeinderats- und Landtagswahl in Wien

Für programmatische Überlegungen war es für Blümel noch zu früh. Mehrmals verwies er darauf, dass er ja erst seit einigen Minuten seinen neuen Posten innehabe. Zur Frage, ob es sich bei seinem neuen Job nicht um eine Strafversetzung oder ein Himmelfahrtskommando handle, meinte er: "Das ist genau der Punkt, der mich so reizt."

In Sachen Koalition oder Opposition in Wien merkte Blümel an, dass es immer um die eigenen Inhalte gehe. Verbiegen werde man sich nicht. Amüsiert reagierte er auch auf die Frage, ob er in fünf Jahren als Spitzenkandidat der ÖVP bei der Wien-Wahl antreten werde. Er könne wohl nur antworten, dass er davon ausgehe.

Juraczka zeigte sich erfreut, dass der Vorstand so rasch eine Entscheidung herbeigeführt hat und Blümel nicht nur designiert, sondern auch gleich zum geschäftsführenden Obmann gemacht hat. Rein formal bleibt er bis zum Parteitag noch Landesparteichef. Unter den Sitzungsteilnehmern herrschte Zufriedenheit über die Kür. Selbst der Döblinger Bezirksvorsteher Adi Tiller, der vor Beginn noch vor der "Ruckizucki"-Entscheidung gewarnt hatte, hatte nach der Abstimmung keine Einwände. "Ich habe mich überzeugen lassen", meinte er gegenüber den wartenden Journalisten, Blümel habe "selbstverständlich" seinen Segen.

Kommentare

Viel Glück Herr Blümel! Alles, was an Konkurrenz für die Rote Mafia vorhanden ist, ist willkommen und gern gesehen.

Ich möchte Euch gerne eine Freude machen und einen Kommentar schreiben. Aber ich glaube der wird Euch nichts nützen, denn obwohl Christ, kann ich das was sich ÖVP nennt nicht wählen.

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