Landtagswahl Salzburg 2013 von

"Wahlziel erreicht"

ÖVP ist mit dem Ergebnis zufrieden und stellt Anspruch auf den Landeshauptmann

Wilfried Haslauer beim Wahlkampf-Abschluss © Bild: APA/BARBARA GINDL

Die ÖVP sieht das Wahlziel in Salzburg erreicht und stellt den Anspruch auf den Landeshauptmann. "Die Volkspartei ist auf dem ersten Platz, daher wird die VP mit Wilfried Haslauer den Landeshauptmann stellen", sagte Generalsekretär Hannes Rauch gegenüber der APA: "2013 ist schon jetzt das Jahr der ÖVP." Dass auch die ÖVP laut ersten Ergebnissen Verluste hinnehmen muss und wohl neuerlich mit dem schlechtesten Ergebnis der Salzburger Parteigeschichte zu rechnen hat, führt Rauch auf die "neuen Mitbewerber" zurück.

Allerdings setzte sich das Jahr der ÖVP fort, verwies er auf die Bundesheer-Volksbefragung sowie die Ergebnisse der Landtagswahlen in Niederösterreich, Kärnten und Tirol. "Für die Bundespartei ist das Ergebnis ein starker Rückenwind", glaubt der ÖVP-Generalsekretär. Die Salzburger ÖVP habe ihre Wahlziele erreicht, den Salzburger Parteifreunden sei die Mobilisierung gelungen.

Jubel für Haslauer

Der Salzburger VP-Chef und wohl nächste Landeshauptmann, Wilfried Haslauer, wurde von Dutzenden Unterstützern und Funktionären mit tosendem Applaus in der Parteizentrale empfangen. In einer ersten Stellungnahme gegenüber der APA kündigte Haslauer Gespräche mit allen Landtagsparteien an. Eine Koalitionsfestlegung gab es von ihm nicht. AAB-Chef Christian Stöckl plädierte für Schwarz-Grün.

"Ich werde mit allen Parteien sprechen, den Gepflogenheiten entsprechend - mit der Nummer zwei, mit der Nummer drei", kündigte Haslauer nach Bekanntwerden der ersten noch inoffiziellen Hochrechnungen an. Der VP-Chef hatte vor der Wahl betont, eine Zweierkoalition anzustreben und eine Regierung mit drei Parteien nur dann bilden zu wollen, wenn das rechnerisch nicht anders möglich wäre.

Noch keine Koalitionsansagen

Koalitionsansagen gebe es von ihm noch keine, betonte Haslauer. Beim Parteipräsidium am Montagabend soll ihm aber der Auftrag für Regierungsverhandlungen erteilt werden, sagte der VP-Chef, bevor er in den Sitzungssaal ging, um mit seinen Parteifreunden die erste offizielle Hochrechnung nach Wahlschluss anzusehen. Das Ergebnis der ÖVP wurde dabei mit Jubel und Applaus begrüßt. Der Absturz des Koalitionspartners SPÖ wurde still zur Kenntnis genommen.

Der Salzburger ÖAAB-Chef und designierte Finanzlandesrat Christian Stöckl plädierte für eine schwarz-grüne Koalition, sollte sich das rechnerisch ausgehen. Für eine Neuauflage von schwarz-rot forderte Stöckl am Sonntag gegenüber der APA eine personelle Neuaufstellung der Salzburger SPÖ.

Schwarz-Grün "interessant"

"Meines Erachtens muss sich personell einiges ändern, bei der SPÖ, wenn es zu einer Koalition kommen soll", sagte Stöckl. Lieber wäre ihm aber offenbar eine Zusammenarbeit mit den Grünen, sollte das möglich sein: "Schwarz-Grün ist eine sehr interessante Variante", sagte Stöckl, betonte aber, dass das nur seine persönliche Meinung sei. Und: "Ich hoffe, dass sich mehrere Varianten ausgehen." Das stärke die ÖVP schließlich auch in den Verhandlungen. Unter den Gratulanten war auch Franz Schausberger, der von Burgstaller 2004 verdrängte Landeshauptmann.

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