Landtagswahl Salzburg 2013 von

Burgstaller verlässt die Politik

Wie angekündigt verlässt die SPÖ-noch-Landeshauptfrau die politische Bühne

Noch-Landeshauptfrau Gabi Burgstaller © Bild: APA/NEUMAYR/MMV

Salzburgs Noch-Landeshauptfrau Gabi Burgstaller hat nach dem SPÖ-Debakel bei der Landtagswahl erwartungsgemäß ihren Rücktritt erklärt. "So, wie es vorher angekündigt war, werde ich mich selbstverständlich aus der Politik zurückziehen", sagte sie am Abend im ORF-TV. Sie bemühe sich "aber sehr über um eine geordnete Übergabe" bis zur Bildung der nächsten Landesregierung.

Das Wahlergebnis sei zu respektieren, "ich werde aus der Politik ausscheiden", so Burgstaller. Zur weiteren Zukunft bzw. Regierungsbeteiligung ihrer Partei wollte sie vorerst keine öffentlichen Überlegungen anstellen und verwies auf die anstehenden Gremien-Sitzungen.

So hat sich Salzburgs SPÖ-Chefin das Ende ihrer Polit-Karriere wohl nicht vorgestellt. Wäre alles nach Plan verlaufen, hätte sie noch heuer das Zepter an "Kronprinz" David Brenner übergeben und sich nach 19 Jahren aus der Landespolitik zurückgezogen. Doch dann kam alles anders: Der Thronfolger stürzte im Sog des Finanzskandals, und heute sind auch Salzburgs SPÖ und ihre Chefin von den Menschen bitter abgestraft worden. Damit tritt Burgstaller nicht als Strahlefrau, sondern als Verliererin ab - ein Schicksal, das sie selbst vor neun Jahren ihrem Vorgänger Franz Schausberger (VP) zugefügt hatte. Dass sie im Falle einer Wahlniederlage die Politik verlassen werde, hatte die Landeshauptfrau schon vor der Wahl angekündigt,

Pragmatisch und gemäßigt

Inhaltlich galt Burgstaller als pragmatisch und nicht gerade als Vertreterin des linken Flügels der SPÖ. Kurz nach ihrer Kür zur Landeshauptfrau sorgte sie mit der Öffnung der Landeskliniken für Abtreibungen für großen Wirbel, von da an fuhr sie aber einen deutlich gemäßigteren Kurs. Dabei scheut sie auch nicht davor zurück, aus der Parteilinie auszuscheren, etwa in der Frage der Studiengebühren, für deren Wiedereinführung unter bestimmten Voraussetzungen sie sich stark machte, oder bei der Frage der Wehrpflicht. Lange galt sie in der SPÖ als Personalreserve - durchaus auch für den Parteivorsitz -, aber sie lehnte einen Wechsel nach Wien stets ab und ging, wenn nötig, in scharfe Opposition zum Bund.

Mit jedem Skandal und jeder Affäre - allesamt in SPÖ-Ressorts - begann der Lack aber mehr und mehr zu bröckeln. Und spätestens seit Bekanntwerden des Finanzskandals hat auch sie alle Vorschuss-Lorbeeren verspielt. Die große Veränderung ist ausgeblieben. SPÖ und ÖVP haben sich jahrelang blockiert und so das System gehalten, das die Menschen nicht mehr haben wollen. Gabi Burgstaller wurde abgewählt. Der rote Stern in Salzburg ist verglüht.

Kommentare

Ist zwar nicht meine Baustelle, aber so haben die Roten m.E. wieder die Chance sich sozialdemokratischer Themen anzunehmen. Unter Burgstaller haben die sich ja meilenweit davon entfernt. Logisch also, dass das halbe eigene Klientel ( abgesehen vom Frust über den Finanzskandal ) zuhause geblieben ist.

Die rote gaby wird von einem in den anderen ledersessel fallen,irgend ne reiche firma wird schon a platzerl für sie haben,und sie wird keine grossen verluste erleiden,so is es leider mit diesen leuten.ein normalo wäre jetzt arbeitslos auf lange zeit.

brauser49

Schade dass es fuer schwarz/gruen nicht reicht !

Die 26% der Grünen sind beste Voraussetzungen um die weitere Flutung von A mit kriminellen Migranten weiter voranzutreiben. Das rechtsextreme Gedankengut in weiten Teilen der Bevölkerung kann nur mit mehr Migranten systematisch ausgedünstet werden.

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da immer die gleichen Parteien vorhanden sind wird sich auch da nicht viel ändern.Ob jetzt rot oder schwarz das sagen hat ist bei den finanziellen Desaster eigentlich egal.Was nicht egal ist, ist der Schaden der vorhanden ist!

Die heutige Wahl hat wieder mal bewiesen, dass man mit der Wahrheit in der Politik nicht weit kommt! Umgekehrt gedacht sind sicher die Falschen jetzt an der Spitze!

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