Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: CDU
bleibt trotz Verlusten die stärkste Partei

Bündnis aus SPD und Linkspartei unwahrscheinlich Grünen schaffen nach 13 Jahren Rückkehr in Landtag

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: CDU
bleibt trotz Verlusten die stärkste Partei © Bild: apa/dpa/Wolf

Die regierenden Christdemokraten haben die Landtagswahl im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt trotz Verlusten gewonnen. Sie können voraussichtlich mit den Sozialdemokraten weiterregieren. Rechnerisch möglich wäre nach ersten Prognosen auch ein rot-rotes Bündnis aus SPD und Linkspartei. Dieses gilt aber als unwahrscheinlich, weil die SPD eine Rolle als Juniorpartner der Linken ausgeschlossen hat.

Die Grünen schafften nach 13 Jahren die Rückkehr in den Landtag. Die FDP (Liberale) flog nach den ersten Zahlen raus. Die rechtsextreme NPD scheiterte ebenfalls an der Fünf-Prozent-Hürde.

Nach den 18-Uhr-Prognosen von ARD und ZDF kam die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Reiner Haseloff auf 32,5 bis 33 Prozent und verlor damit rund drei Punkte im Vergleich zu 2006. Die Linke mit Fraktionschef Wulf Gallert an der Spitze erzielte 23,5 Prozent. Die SPD mit ihrem Kandidaten Jens Bullerjahn erreichte 21,5 Prozent und schnitt damit ähnlich ab wie 2006. Die Grünen kehrten mit 6,5 bis 7 Prozent in den Landtag zurück. Für die FDP sah es mit 3,5 bis 4 Prozent in den Prognosen aussichtslos aus.

Die SPD hatte sich rot-rot vor der Wahl nur unter ihrer Führung als Option offengehalten. Spitzenkandidat Bullerjahn hatte es ausgeschlossen, bundesweit erstmals einen Linke-Ministerpräsidenten ins Amt zu bringen. Linke-Spitzenmann Gallert betonte aber, dass er selbst Regierungschef werden wolle, wenn seine Partei stärker als die SPD wird. CDU und SPD machten wiederum deutlich, dass sie sich auch eine Fortsetzung ihrer 2006 begonnenen Zusammenarbeit vorstellen können.

(apa/red)