Landis bestreitet Doping erneut: Könnte
auf Tour-Sieg mit Betrug "nicht stolz sein"

Niemals synthetisches Testosteron eingenommen

Tour-de-France-Sieger Floyd Landis hat im Zuge der insgesamt neuntägigen Anhörungen in der Pepperdine Universität in Malibu wiederholt bestritten, jemals leistungssteigernde Substanzen zu sich genommen zu haben. Landis, der darum kämpft, seinen 2006 geschafften Rad-Tour-Titel trotz eines positiven Dopingtests zu behalten, meinte, Betrug wäre gegen seine Prinzipien.

"So lange ich mich erinnern kann, habe ich das bekommen, was ich verdient habe. Das war zufriedenstellend. Menschen definieren sich über ihre Prinzipien und wie sie ihre Entscheidungen treffen", sagte Landis. Natürlich sei es schön, Rennen zu gewinnen. "Es würde keinen Zweck haben, zu betrügen und die Tour zu gewinnen, weil ich darauf nicht stolz sein könnte", beteuerte der US-Amerikaner.

Landis, der von seinem Anwalt Howard Jacobs befragt wurde, bestritt Landis, jemals synthetisches Testosteron während der Tour de France eingenommen zu haben oder überhaupt jemals verbotene Substanzen während seiner gesamten Karriere benützt zu haben.

Nach fünf Tagen des schweigsamen Zusehens und Zuhörens der anderen Zeugen durfte sich Landis endlich verteidigen. 75 Minuten lang sprach er über die Vorwürfe, u.a. auch über die angebliche Erpressung, die sein Manager Will Geoghegan gegenüber Greg LeMond ausgesprochen haben soll.

Landis meinte, er habe sich im selben Raum befunden, als Geoghegan das Gespräch geführt habe. "Der Anruf war sehr kurz und ich bin nicht auf der Seite von Will gesessen, sondern auf der anderen Seite des Tisches."

LeMond hatte im Zuge der Anhörungen ausgesagt, dass Geoghegan ihn von einer Aussage abhalten wollte. Und zwar mit der Drohung, einen sexuellen Missbrauch an LeMond in dessen Kindheit öffentlich zu machen. Landis hatte seinen Manager daraufhin in Malibu entlassen.

(apa/red)