Land der Wahlmuffel: Mehrheit rechnet mit niedrigerer Wahlbeteiligung am 1. Oktober

Plakatierte Botschaften kommen nur schlecht an 52% rechnen heuer mit hohem Nichtwähleranteil

Die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher glaubt, dass die Beteiligung bei der kommenden Nationalratswahl niedriger sein wird als zuletzt 2002 mit rund 84,3 Prozent. Laut einer Umfrage des Klagenfurter Humaninstitutes rechnen 52 Prozent mit einem Ansteigen des Nichtwähleranteils, 32 Prozent mit einem im Wesentlichen unveränderten Anteil. Nur 16 Prozent glauben, dass diesmal mehr Menschen den Weg zur Urne antreten werden.

Nicht allzu viel dürften die Bürgerinnen und Bürger von der aktuellen Präsentation der politischen Vertreter halten. Die Frage, ob durch die derzeitige Wahlwerbung "eine geringere Distanz zwischen Bürger(innen) und Politik" gegeben sei, wurde von 62 Prozent verneint und nur von 18 Prozent der insgesamt 700 Befragten bejaht. 20 Prozent wussten darauf keine Antwort.

Das Humaninstitut stellte auch die Frage nach einer "Einheit zwischen plakatierter Persönlichkeit des Spitzenkandidaten und dem jeweiligen präsentierten Programm". Eine solche wird nur von 19 Prozent gesehen, 53 Prozent können Derartiges nicht erkennen. 28 Prozent gaben sich unentschlossen.

Ratlos zeigte sich auch die Mehrheit der Befragten bezüglich des Inhalts der plakatierten Botschaften: 51 Prozent sahen sich außer Stande, eine solche spontan wiederzugeben, nur 27 Prozent trauten sich das zu. 22 Prozent gaben sich unentschlossen. (apa)