Lampedusa von

300 Migranten gerettet

Fischerboot vor Malta in Seenot geraten - Flüchtlingswelle vor Papst-Besuch enorm

Flüchtlingsboot © Bild: APA/EPA/Ferrari

Die Flüchtlingswelle in Richtung Südeuropa nimmt kurz vor dem am Montag geplanten Besuch des Papstes auf der süditalienischen Insel Lampedusa kein Ende. 300 Migranten wurden in maltesischen Gewässern von der italienischen Küstenwache gerettet. Sie befanden sich an Bord eines Fischerbootes, das in Seenot geraten war. Einige erschöpfte Migranten mussten ärztlich versorgt werden und wurden in ein Krankenhaus auf Malta gebracht. Die anderen Migranten, darunter mehrere Kinder, erreichten am frühen Donnerstag den Hafen Vallettas auf Malta, berichteten italienische Medien.

227 afrikanische Flüchtlinge, darunter vier Kinder, waren in der Nacht auf Mittwoch 70 Seemeilen südlich von der Insel Lampedusa von einem Schiff der italienischen Marine gerettet worden. Die Migranten, die wohlauf sind, wurden in ein Auffanglager auf Lampedusa begleitet. An Bord befanden sich auch zwei französische Journalisten, die von der Polizei befragt wurden.

Die italienische Küstenwache brachte am Dienstag auch ein weiteres Boot mit 80 Migranten in Sicherheit. Das Boot war von einem tunesischen Fischkutter entdeckt worden. Weitere 65 Flüchtlinge waren am Mittwoch in Kalabrien eingetroffen. Dabei handelt es sich um ägyptische und syrische Migranten. Sie trafen nach einer fünftägigen Fahrt über das offene Meer in Kalabrien ein.

Lampedusa vor Papst-Besuch

Lampedusa fiebert dem am kommenden Montag geplanten Papst-Besuch entgegen. Franziskus hat als Ziel seiner ersten Reise außerhalb Roms die Insel zwischen Sizilien und Tunesien gewählt. Das Kirchenoberhaupt will mit seinem Besuch seine Solidarität mit den Zehntausenden Afrikanern demonstrieren, die Jahr für Jahr versuchen, über die Insel nach Europa zu finden.

Auf der 380 Hektar großen Insel leben normalerweise rund 6.000 Menschen. Die Zahl der Zuwanderer übersteigt die der regulären Einwohner regelmäßig um ein Vielfaches.

Kommentare

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Der Zustrom an angeblichen Flüchtlingen scheint nicht abzureissen. Auch A muss viele Flüchtlinge aus Solidarität aufnehmen und sie im Sozialsystem integrieren.

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

Wir dulden DICH ja auch... auch wenns ehrlich gesagt einem manchmal sehr schwer fällt, dich nicht nach Ex Jugoslawien retour zu schicken

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