Länderkampf ging mit 4:4:1 zu Ende: So haben die einzelnen Bundesländer gewählt

Steiermark und Kärnten haben sich umgedreht "Rotes" Wien erwies sich als wahre FPÖ-Hochburg

Länderkampf ging mit 4:4:1 zu Ende: So haben die einzelnen Bundesländer gewählt © Bild: APA

Vier Bundesländer haben rot gewählt, vier schwarz und eines orange. Gedreht wurden zwei. Die Steiermark wurde von schwarz zu rot. Dafür verlor die SPÖ Kärnten an das BZÖ. Die Grünen sind in drei Bundesländern nur noch Fünfte. Ein dritter Platz ging sich nur in Vorarlberg aus.

Für die SPÖ gab es überall Verluste, die schlimmsten in den südlichen Bundesländern. In der Steiermark büßte man 7,5 Prozentpunkte ein, in Kärnten 6,9. Am Glimpflichsten ging es in Vorarlberg (-4,1) ab, wo man mit gesamt 14,5 Prozent allerdings nur noch Vierter ist. Unter fünf Prozentpunkte verlor man auch im Burgenland und in Salzburg. Den größten Stimmenanteil hat die SPÖ weiter im Burgenland mit 40,4 Prozent, gefolgt von Wien mit 35,8 Prozent.

Die ÖVP ging ebenfalls überall mit den Stimmanteilen zurück. Am ehesten ging es noch in Wien mit minus 6,4 Prozentpunkten, allerdings blieb praktisch gleichauf mit den Grünen nur noch Platz drei hinter der FPÖ. Auch in Kärnten ist die Volkspartei bloß Dritte. Gleich zweistellige Verluste gab es in der Steiermark, in Vorarlberg und in Tirol, wo es wohl auch wegen der Kandidatur Fritz Dinkhausers mit minus 13 Prozentpunkten am schlimmsten lief. Bestes ÖVP-Bundesland ist diesmal Niederösterreich mit 31,9 Prozent, die Verluste dort waren geringer als jene in Tirol und Vorarlberg, wo man 2006 noch besser war.

Wien Hochburg der Freiheitlichen
Bei den Freiheitlichen war Wien eindeutig die Hochburg. Platz zwei, plus 7,5 Prozentpunkte und 21,4 Prozent waren das beste Ergebnis. Zweite war die FPÖ auch in Vorarlberg. Sonst gab es überall Platz drei außer in Kärnten, wo es nur zu Platz vier reichte. Die größten Zugewinne gab es in Niederösterreich mit 8,8 Prozentpunkten plus. Am Wenigsten legte man in Kärnten mit plus 0,4 zu.

Das BZÖ explodierte in einzelnen Bundesländern richtiggehend. Das größte Plus gab es im Stammland Kärnten, wo man 14,5 Prozentpunkte zulegte und mit 39,4 Prozent Erster wurde. Zweistellig war das Bündnis sonst noch in der Steiermark, in Vorarlberg und Salzburg. Auffällig schwach war das BZÖ im Osten mit 4,8 Prozent in Wien, 5,3 Prozent im Burgenland und 6,5 Prozent in Niederösterreich.

Kein Plus für die Grünen
Die Grünen hatten ihre Hochburgen in Vorarlberg und in Wien mit 16,3 bzw. 15,4 Prozent. Verloren hat man freilich auch dort, am Stärksten in Wien mit zwei Prozentpunkten. Zugelegt haben die Grünen nirgends. In der Steiermark blieb man stabil. Das schlechteste Einzelergebnis war jenes im Burgenland mit 5,4 Prozent.

Die Kleinparteien hatten kaum wo viel zu lachen. Fritz Dinkhauser war in seiner Heimat Tirol mit 8,8 Prozent nicht schlecht unterwegs, für ein Grundmandat reichte es aber bei weitem nicht. Das LIF war noch in Wien am Präsentesten mit 3,9 Prozent.

(apa/red)