Kurzzeitvignetten in Slowenien eingeführt: Autofahrerclubs gegen slowenische Maut

Sieben-Tage-Pickerl für 15 €, Monats-Pickerl für 30 € EU-Kommission mit Preisgestaltung weiter unzufrieden

Kurzzeitvignetten in Slowenien eingeführt: Autofahrerclubs gegen slowenische Maut © Bild: DPA/Wüsteneck

Slowenien wird ein Jahr nach der Einführung der Vignettenpflicht auf EU-Druck Kurzzeitvignetten einführen. Ein Sieben-Tage-Pickerl für Pkw wird 15 Euro kosten, für einen Monat 30 Euro. Der Preis für die bestehende Jahresvignette wird von derzeit 55 auf 95 Euro verteuert. Im Gegenzug wird die bis heute angebotene Halbjahresvignette (35 Euro) abgeschafft. Allerdings behalten die gekauften Halbjahresvignetten aber ihre Geltungsdauer ab dem jeweiligen Kaufdatum bei.

Auch die österreichischen Autofahrerclubs ÖAMTC und ARBÖ zeigten wiederholt kein Verständnis für die ihrer Meinung nach zu hohen Preise für die Kurzzeitvignetten. Sie wollen sich in Brüssel für eine faire Preisgestaltung einsetzen. Österreichs Touristen wären von der Regelung besonders stark betroffen, da Kroatien als eines der Hauptreiseziele mit dem Auto gilt.

Zum Vergleich: In Österreich kostet eine Jahres-Vignette 73,80 Euro, die 2-Monats-Vignette ist um 22,20 Euro und die 10-Tages-Vignette um 7,70 Euro zu bekommen.

Slowenien verteidigt sich
Das slowenische Verkehrsministerium betonte hingegen, dass die Festlegung der Preise nicht in die Zuständigkeit der EU-Kommission, sondern der Mitgliedstaaten falle. Ljubljana (Laibach) beteuerte, dass Slowenien mit den Änderung seines Vignetten-Systems die Forderungen der EU-Kommission erfüllt habe: Es wurden Kurzzeitvignetten eingeführt und die Verhältnismäßigkeit der Preise gewährleistet.

Für Motorräder gibt es hingegen keine Monatsvignette, stattdessen bleibt die Halbjahresvignette erhalten. Auch für Motorräder werden die Preise erhöht: Das Halbjahres-Pickerl kostet 25 Euro (bisher 17,5 Euro), die Jahresvignette die Hälfte des Jahrespreises für Pkw, also 47,5 Euro (bisher 27,5 Euro). Die Wochenvignette für Motorräder wird 7,5 Euro kosten.
(apa/red)