Kurzarbeit soll AUA jetzt auf Kurs bringen:
Betriebsrat und Vorstand einig über Paket

2.600 Angestellte des Bodenpersonals sind betroffen Kurzarbeitszeit zunächst auf sechs Monate beschränkt

Kurzarbeit soll AUA jetzt auf Kurs bringen:
Betriebsrat und Vorstand einig über Paket © Bild: APA/Robert Jäger

Die Austrian Airlines und die Gewerkschaften haben sich auf wesentliche Eckpunkte eines Sparpaketes geeinigt. Voraussichtlich rund 2.600 Angestellte - vorerst nur im Bereich Boden - werden ab 1. April an der Kurzarbeit teilnehmen. Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber rechnet trotz der Schieflage der AUA unterdessen weiter mit der Übernahme der österreichischen Fluggesellschaft.

Er rechne damit, dass die Bedingungen aus dem Übernahmeangebot erfüllbar seien, sagte Mayrhuber am Mittwoch in Frankfurt. Die Lufthansa will die AUA nicht übernehmen, wenn diese in Insolvenz geht oder eine Beteiligung von 75 Prozent nicht erreicht wird. Zur ausstehenden Genehmigung durch die EU sagte Mayrhuber, er sei optimistisch, dass die Behörde den Zusammenschluss erlaube.

Laufende Verhandlungen
Die Verhandlungen mit dem fliegenden Personal laufen unterdessen noch und würden "zügig" fortgesetzt. Weiters werden die Pensionskassenbeiträge der Beschäftigten für ein Jahr um 75 Prozent reduziert und die aktuelle Kollektivvertragslaufzeit wird um zwei Monate vom 1.11.2009 bis 31.12.2009 verlängert, teilte die AUA am Mittwoch mit.

Die Eckpunkte des AUA-Krisenpaketes sehen eine Arbeitszeitreduzierung auf 80 Prozent und ein Entgelt von 90 Prozent bzw. 90 Prozent Arbeitszeit bei 95 Prozent Gehalt vor, wobei die AMS-Förderung die Differenz weitestgehend abdecke, so die AUA. Die Kurzarbeit soll zunächst für sechs Monate gelten. Im Sinne sozialer Ausgewogenheit seien Lehrlinge, Teilzeitangestellte (bis zu 50 Prozent Normalarbeitszeit) und Arbeitnehmer mit einem Einkommen bis zu 1.100 Euro von der Kurzarbeit ausgeschlossen.

"Das ist ein sehr wichtiger Schritt zur Krisenbewältigung", so die AUA-Vorstände Peter Malanik und Andreas Bierwirth. Auch Bodenbetriebsratsvorsitzender Alfred Junghans zeigte sich zufrieden.
(apa/red)