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Kurz warnt vor ökologischer Katastrophe in der Ostukraine

OSZE-Vorsitz setzt sich für Schutz von Infrastruktur ein

Angesichts der brüchigen Waffenruhe in der Waffenruhe warnt Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) als amtierender OSZE-Vorsitzender vor einer "ökologischen Katastrophe" in der Ostukraine. In Gastkommentaren in der US-Zeitung "Politico" und der "Presse" bezeichnete Kurz diese Woche die Situation als "tickende Zeitbombe" in der Region Donbass, die einst Zentrum der Schwerindustrie war.

"Grundlegende Infrastruktur steht regelmäßig unter Beschuss, Chlorspeicher, Chemiewerke, Verhüttungsanlagen, Schadstoffdeponien und Kohleminen laufen Gefahr, ernsthaft beschädigt zu werden - mit entsprechend schwerwiegenden Konsequenzen für die Umwelt in der Region", schrieb Kurz. Dieses Jahr seien bereits ein Gebäude der Donezker Filtrierstation mit sieben Tonnen Chlorgas von Granatfeuer getroffen worden. Eine Explosion dieses Speichers hätte unweigerlich zu einer Katastrophe geführt, so der Außenminister weiter.

Der österreichische OSZE-Vorsitzende fordert daher, dass die Konfliktparteien lebenswichtige Infrastruktur von Zerstörung verschonen. Außerdem müssten Kommunikationskanäle für Notfälle eingerichtet werden und Notfalldienste und dazugehörende Ausrüstung bereitgestellt werden. Die seit einer Woche geltende neue Waffenruhe in der Ostukraine ist brüchig. In den vergangenen Tagen wurden laut OSZE-Beobachter wieder vermehrt Gefechte registriert.

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