Kurz vor Ende der Transferzeit: Rapid
sucht weiter fieberhaft nach neuen Spielern

Verstärkungen in Verteidigung und Angriff notwendig Peruanischer Verteidiger im Visier von Hörtnagl

Wenige Tage vor dem Ende der Wintertransferzeit ist der österreichische Fußball-Rekordmeister SK Rapid weiterhin auf der Suche nach Verstärkungen in der Abwehr und im Angriff. Derzeit wird der mazedonische Stürmer Boban Jancevski getestet, außerdem zeigen die Hütteldorfer Interesse an einem peruanischen Verteidiger, wie auch Sportdirektor Alfred Hörtnagl bestätigte.

Der Tiroler überlegt sogar, den in Lima engagierten Abwehrspieler vor Ort zu beobachten. "Wir verpflichten niemanden auf Grund von DVD- oder Video-Ausschnitten", betonte der frühere Teamspieler. Ob er sich tatsächlich auf die Reise nach Südamerika macht, werde derzeit "intern abgecheckt", so Hörtnagl.

Eine Möglichkeit aber wäre auch, dass Hannes Eder schon im Winter nach Wien-Hütteldorf übersiedelt. "Dass er im Sommer bei uns ist, ist ja nichts Neues. Was einen vorzeitigen Wechsel im Winter betrifft, hat sich noch nichts Konkretes getan." Die Suche nach einem Innenverteidiger ist für Rapid von großer Bedeutung, da im Moment nicht absehbar ist, wie lange Jozef Valachovic (Muskelprobleme) ausfallen wird.

Doch Trainer Peter Pacult wünscht sich auch einen neuen Stürmer. Ob Testpilot Jancevski der gesuchte Mann ist, wird der Coach in den kommenden Tagen entscheiden. Auf alle Fälle dürfte Rapids Bemühen um Verstärkungen noch einige Zeit in Anspruch nehmen. "Es kann sein, dass es sich bis zum Ende der Transferzeit hinzieht", sagte Hörtnagl, dessen Klub in der Winterpause bisher den serbischen Mittelfeldspieler Branko Boskovic und den 16-jährigen Christopher Drazan engagierte.

Auf Grund der aktuellen Transfertätigkeiten fand der Sportmanager noch keine Zeit, sich mit jenen Rapid-Kickern (Hlinka, Valachovic, Katzer, Kincl, Bejbl, Burgstaller) zu beschäftigen, deren Verträge mit Saisonende auslaufen. "Oberste Priorität hat jetzt einmal die Verpflichtung von neuen Spielern."

Neues gibt es hingegen von einem Ex-Rapidler. Manager Max Hagmayr ist bemüht, den Vertrag seines Schützlings und ÖFB-Teamstürmers Muhammet Akagündüz bei Kayserispor aufzulösen.

(apa/red)