Internationale Beziehungen von

Kurz bei Afrika-Konferenz in Berlin

Treffen mit Präsidenten Ägyptens und Tunesiens geplant

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) nimmt am heutigen Dienstag in Berlin an einer Afrika-Konferenz teil.

Am Rande der Konferenz kommt Kurz zu bilateralen Treffen unter anderen mit den Präsidenten von Ägypten und Tunesien, Abdel Fattah al-Sisi und Beji Caid Essebsi, sowie dem äthiopischen Premier Abiy Achmed Ali zusammen, wie es am Dienstag aus dem Kanzleramt hieß.

Das Treffen sollen auch der Vorbereitung des EU-Afrika-Forums am 18. Dezember in Wien dienen. Elf afrikanischen Staats- und Regierungschefs kommen auf Einladung der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag in die deutsche Hauptstadt. Der Gipfel soll zu mehr privaten Investitionen in Afrika führen. Merkel hatte im vergangenen Jahr während der deutschen G-20-Präsidentschaft eine Initiative zur Förderung privater Investitionen in Afrika gestartet. Jetzt soll eine erste Zwischenbilanz gezogen werden.

Kurz hatte gemeinsam mit EU-Ratspräsident Donald Tusk Mitte September Sisi in Kairo einen Kurzbesuch abgestattet. Die Visite geschah im Vorfeld des informellen EU-Gipfels in Salzburg. Der Kanzler hat wiederholt die Anstrengungen Ägyptens gewürdigt, die illegale Migration nach Europa auf dem Seeweg einzudämmen. Allerdings hat Kairo der Errichtung von EU-Flüchtlingszentren auf ägyptischem Boden bereits mehrfach eine Absage erteilt.

Bei der Konferenz in Berlin gehe es darum, die Rahmenbedingungen für Investitionen in Afrika zu verbessern "und zwar im Rahmen einer Partnerschaft auf Augenhöhe", sagte Kurz laut Bundeskanzleramt im Vorfeld der Konferenz. "Wir sehen in Afrika ein großes Potenzial für europäische Unternehmen. Ich begrüße daher die G-20 Partnerschaft mit Afrika."

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