"NEWS"-Aufdecker von

Kurt Kuch: Politik über Tod betroffen

SPÖ, ÖVP, Grüne und NEOS würdigten Verstorbenen ebenso wie ÖJC und Hausjell

Kurt Kuchs Kampf gegen den Krebs © Bild: Ian Ehm/NEWS

Betroffen über den Tod des Journalisten Kurt Kuch hat sich auch die Politik gezeigt. In Aussendungen würdigten Vertreter von SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS den Verstorbenen. Die Republik sei Kuch zu "größtem Dank" für dessen Aufdeckungen verpflichtete, meinte etwa Norbert Darabos (SPÖ).

NEWS-Cover - Abschied von Kurt Kuch
© NEWS

"Kurt Kuch war eine herausragende Persönlichkeit und einer der wichtigsten Investigativ-Journalisten dieses Landes", sagte SP-Bundesgeschäftsführer Darabos in einer Aussendung. Er habe es stets verstanden, "als Journalist seinen Finger auf die wunden Punkte dieser Republik zu legen und Korruption und Misswirtschaft aufzudecken. Vor allem aber war Kurt Kuch ein Mensch, wie er nur selten anzutreffen ist. Mit ihm habe auch ich einen Freund verloren."

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Die gesamte Republik sei Kuch "zu größtem Dank für dessen Entdeckungen in Sachen Hypo Alpe Adria, Eurofighter, Buwog, Telekom, Offshore Leaks uvm. verpflichtet", so Darabos, der auch Kuchs offenen Umgang mit seiner Krankheit hervorstrich. Auch SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder würdigte die "großen Verdienste" Kuchs.

Darabos wie auch sein ÖVP-Gegenüber, Generalsekretär Gernot Blümel , sprachen den Angehörigen ihr Mitgefühl aus: "Unsere Anteilnahme gilt in diesen Stunden seiner Familie und seinen Freunden", so Blümel. Mit Kuch verliere die österreichische Medienlandschaft einen ihrer bekanntesten investigativen Journalisten, sagte der ÖVP-Generalsekretär und Mediensprecher.

Auch die Grüne Bundessprecherin Eva Glawischnig würdigte die Verdienste Kuchs. Dieser sei aber nicht nur ein "herausragender Journalist" gewesen, sagte sie. "Er hat uns auch privat durch seinen offenen Umgang mit seiner schweren Krankheit die Augen geöffnet. Sein Kampf gegen den Krebs, der auch zum Kampf gegen das Rauchen wurde, kann nicht hoch genug angerechnet werden." Auch sie sprach der Familie des Verstorbenen ihr Beileid aus.

Betroffen zeigte sich auch NEOS-Klubobmann Matthias Strolz : "Sein journalistisches Wirken war ebenso mutig und beherzt wie das Ringen mit seiner Krebskrankheit." Den Hinterbliebenen sprach er sein tiefes Mitgefühl aus.

Auch der Österreichischen Journalisten Club (ÖJC) würdigte den Verstorbenen. "Der Name Kurt Kuch ist ein leuchtendes Vorbild für das, was der österreichische Journalismus leisten kann", so ÖJC-Präsident Fred Turnheim. "Sein öffentlicher Kampf gegen den Krebs und das Engagement des starken Rauchers Kuch in der Anti-Rauch-Initiative `'Don`t smoke' zeigen sehr deutlich, welche starke Persönlichkeit der Journalist Kurt Kuch war."

Als einen der "besten und wichtigsten Journalisten des Landes" würdigte der stv. Vorstand des Instituts für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Fritz Hausjell , den Verstorbenen im Gespräch der APA.

Das Besondere an Kuch sei gewesen, dass sich dieser nicht gescheut habe, auch "jene problemhaften Zonen" zu thematisierten, die auch die Eigentümervertreter des Verlages betrafen, sagte Hausjell - etwa mit Blick auf die Aufarbeitung der Briefkastenfirmen von Ex-Raiffeisenbanker Herbert Stepic . Auch habe sich Kuch stets für gute Rahmenbedingungen für investigativen Journalismus eingesetzt.

Auch FPÖ, Team Stronach und das BZÖ haben am Samstag dem verstorbenen "News"-Journalisten Kurt Kuch Respekt gezollt. Für FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl hat die österreichische Medienlandschaft mit Kuch einen ihrer "engagiertesten Journalisten" verloren, wie er in einer Aussendung sagte.

Kuchs "Offenheit im Umgang mit seiner Krebserkrankung, sein Optimismus und sein mutiger Kampf gegen diese Krankheit nötigen den größtmöglichen Respekt ab", so Kickl. Gegenüber der Familie und den Freunden des Verstorbenen brachte er sein "tiefempfundenes Mitgefühl" zum Ausdruck.

"Tief betroffen" zeigte sich auch die geschäftsführende Klubobfrau des Team Stronach, Waltraud Dietrich : "Mit Kurt Kuch verliert die österreichische Medienlandschaft einen der bekanntesten Journalisten." Der "News"-Journalist werde der Medienwelt fehlen.

BZÖ-Chef Gerald Grosz sagte, Kuch sei vor niemanden eingeknickt, "weder vor den korrupten Ganoven der Republik" noch vor seiner schweren Erkrankung. Das Land verliere einen "großartigen Journalisten, aber vor allem auch einen liebenswerten und offenen Menschen".

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