Kurt Beck übergangsweise neuer SPD-Chef: Volksnaher & erfolgreicher Spitzenpolitiker

57-Jähriger fühlt sich selbst "nahe bei den Leuten"

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck erfreut sich über alle Parteigrenzen hinweg hoher Sympathiewerte. Die gute Bilanz seiner Regierung, vor allem aber seine Volksnähe brachten der SPD ihm bei der Landtagswahl am 26. März die absolute Mehrheit. Jetzt übernahm Beck zunächst interimistisch die Amtsgeschäfte des zurück getretenen SPD-Chefs Matthias Platzeck.

Der 57-Jährige Beck beschreibt sich selbst als "nah bei den Leuten". Elf Jahre lang führte der gelernte Elektromechaniker die einzige sozialliberale Koalition in Deutschland. In der kommenden Legislaturperiode wird Beck an der Spitze einer SPD-Alleinregierung in Mainz stehen.

Seit November 2003 ist Beck auch stellvertretender Vorsitzender der Bundes-SPD. Mit Blick auf die Wahlen in Rheinland-Pfalz hatte er im vergangenen Jahr Matthias Platzeck den Vortritt beim Chefposten gelassen. Der 57-Jährige redet gern mit Menschen und sieht in der Kommunikation das Erfolgsrezept seiner Politik: "Miteinander zu Lösungen kommen - das ist in der Zwischenzeit auch zu einem Markenzeichen für dieses Land geworden", sagt er. Zu Becks politischem Erfolg hat auch beigetragen, dass er Veränderungen ideologiefrei und behutsam angeht. (apa/red)