Kursfeuerwerk an den Börsen: Rettungsplan
für Banken bringt den ersehnten Aufschwung

Dow Jones schießt nach rabenschwarzer Woche hoch PLUS: ATX Prime legt im frühen Handel um 5,9 % zu

Kursfeuerwerk an den Börsen: Rettungsplan
für Banken bringt den ersehnten Aufschwung © Bild: AP/Probst

Nach einer rabenschwarzen Börsenwoche hat die US-Regierung mit ihrem Banken-Rettungsplan ein weltweites Kursfeuerwerk ausgelöst. Am Ende der schwärzesten Wall-Street-Woche seit dem Börsencrash von 1929 schossen die Kurse in die Höhe.

Der Dow-Jones-Index in New York legte gleich zu Handelsbeginn 400 Punkte zu, gab danach etwas nach, aber verzeichnete im morgendlichen Handel noch immer ein hohes Plus von rund 360 Punkten und stieg um 3,3 Prozent auf 11.360 Punkte.

Der Deutsche Aktienindex DAX machte annähernd die Verluste der vergangenen Woche wett. Besonders die zuletzt stark unter Druck geratenen Finanzwerte schnellten teils zweistellig in die Höhe. Am Abend notierte der wichtigste deutsche Aktienindex mit einem Plus von knapp 350 Punkten oder rund 6 Prozent bei 6.212 Punkten. Auch der MDAX (plus 5,88 Prozent) und der TecDAX (plus 4,77 Prozent) legten deutlich zu.

Deutsche Bank macht größten Sprung
Den größten Sprung im DAX machte die Deutsche Bank mit einem Plus von mehr als 18 Prozent. Hohe Gewinne gab es auch für ThyssenKrupp und die Commerzbank mit rund 17 Prozent, sowie für die Allianz mit mehr als 14 Prozent.

Börse Schanghai
Die Börse Schanghai erlebte den größten Kursanstieg ihrer Geschichte. Der japanische Nikkei Index legte deutlich zu, gewann 3,8 Prozent oder 431,56 Punkte.

Gute Signale durch Rettungsplan
Für die komplette Kehrtwende an den Märkten wurde vor allem das geplante Programm der US-Regierung zur Eindämmung der Finanzmarktkrise verantwortlich gemacht. Diese will den angeschlagenen Banken unter die Arme greifen. Analysten der Commerzbank gehen davon aus, dass diese Lösung den amerikanischen Steuerzahler teuer zu stehen kommen wird - eine Alternative dazu sei allerdings nicht auszumachen. Damit sei das "geringere Übel" gewählt worden, da weiteres Abwarten und eine Verschärfung der Krise noch teurer werden könnten.

Die führenden Zentralbanken setzen derweil ihre Strategie fort, den angespannten Geldmarkt mit neuem Geld zu versorgen. Allein die Zentralbanken in Europa stellten rund 90 Milliarden Dollar zur Verfügung. Sie reagierten damit bereits zum vierten Mal in dieser Woche auf die Situation, dass sich die Banken wegen der aktuellen Krise mit gegenseitigen Krediten zurückhalten.

ATX mit historischem Rekordplus
Die Wiener Börse hat die internationale Börsenrally mitgemacht und ein historisches Rekordplus verzeichnet. Der ATX schoss um 331,51 Punkte oder 11,50 Prozent auf 3.212,98 Einheiten in die Höhe.

(apa/red)