Kurioser Vorfall in Kärnten: Führerloser Triebwagen rollte von Tarvis fast bis Villach

"Geister-Lok" stürzte nach 15km über Böschung Hergang unklar: Hunderttausende Euro Schaden

Kurioser Vorfall in Kärnten: Führerloser Triebwagen rollte von Tarvis fast bis Villach

Ein nicht alltägliches Ereignis spielte sich auf der Südbahn in Kärnten ab: Als "Geister-Lok" ist zwischen dem italienischen Grenzbahnhof Tarvisio (Tarvis) und dem Verschubbahnhof Fürnitz bei Villach ist ein Triebwagen unterwegs gewesen. Dort entgleiste die Lok, stürzte über eine Böschung und blieb in einem Waldstück liegen. Verletzt wurde niemand.

Das Schienfahrzeug habe sich aus bisher ungeklärter Ursache nach einem Lokwechsel in Tarvis selbstständig gemacht und sei Richtung Villach gerollt, schilderte ÖBB-Sprecher Christoph Posch gegenüber der APA.

"Wir haben die rollende Lok noch auf ein sicheres Gleis gelenkt und wollten sie auffangen", erläuterte Posch. In einer Kurve sei das Fahrzeug dann aber aus den Schienen gesprungen und über eins Böschung in ein Waldstück gestürzt. "Nach dem Crash sind rund 1,000 Liter Trafoöl ausgeronnen, die von der Feuerwehr aufgefangen werden mussten", sagte der Konzernsprecher.

15 Kilometer unterwegs!
Die "Geister-Lok" war laut Mitteilung der Polizei fast 15 Kilometer unterwegs, bevor sie schließlich in Fürnitz entgleiste. Es wird vermutet, dass sich der ÖBB-Triebwagen beim Verschub von Gleich- auf Wechselstrom in Tarvis selbstständig gemacht hat. Die Strecke in Richtung Villach weist ein durchschnittliches Gefälle von zwei Prozent auf.

"Wir gehen jetzt einmal davon aus, dass es beim Verschieben vom Gleich- in den Wechselstrom passiert ist", sagte ÖBB-Sprecher Christoph Posch zur APA. Danach sei die Lok "mit ihrem eigenen Gewicht auf der leicht abschüssigen Strecke unterwegs gewesen". Jetzt würden aber alle Beteiligten befragt werden, bevor man zu einem endgültigen Ergebnis in Bezug auf die Ursache des ungewöhnliches Ereignisses komme.

(apa/red)