Kuriose Festnahme von Bankräuber: Mann betrunken und bewaffnet in Bushaltestelle

Schnaps konsumiert und mit Softgun eingeschlafen Soll zwei Mal selbe Hitzinger Filiale überfallen haben

Die Polizisten in Wien-Hietzing dürften am vergangenen Freitag nicht wenig gestaunt haben. In einer Bushaltestelle im Bereich der Hietzinger Hauptstraße fanden sie einen stockbetrunkenen Mann, der mit einer Softgun ausgerüstet war. Bei ihm handelte es sich um einen Bankräuber, der im Februar bzw. April dieses Jahres zwei Mal die BA-CA-Filiale in der Hietzinger Hauptstraße 99 heimgesucht hatte. Zur Ausnüchterung wurde er zunächst ins Krankenhaus gebracht.

Schlafend stöberten die Beamten den 42-Jährigen auf. Der Verdächtige hatte eine ganze Flasche Schnaps konsumiert. "Er gibt an, an sich kein Alkoholiker zu sein. Im Gegenteil, er sieht sich als eher mäßiger Trinker, der entsprechend wenig verträgt", sagte ein Ermittler der zuständigen Kriminaldirektion 1 der APA. Wenn er allerdings trinke, dann exzessiv.

Neben der Softgun hatte der Bankräuber eine Sonnenbrille und Handschuhe bei sich sowie um den Hals einen Stoffschlauch. Ähnlich adjustiert hatte er die ersten beiden Überfälle absolviert. Dass er wieder unterwegs war, um eine Bank auszurauben, bestritt der Verdächtige. Er könne sich nicht erklären, wie er zu der Bushaltestelle gekommen sei. Die Softgun habe er nur dabei gehabt, weil er vergessen habe, dass sich die Waffe in der Jacke befinde, die er angezogen hatte. Er sei schließlich zu faul gewesen, die Softgun nach Hause zu bringen. (apa/red)