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Ornamentales aus Pflastersteinen als Kunstaktion am Wiener Graben

Installation "Screen I-III" als Anregung zum interkulturellen Dialog

Arabisches Flair durch Stahl und Pflastersteine: Die Installation "Screen I-III" der deutsch-türkischen Künstlerin Nevin Aladag ziert bis 30. Oktober den Wiener Graben. Drei Raumteiler erinnern in ihrer Musterung und Formensprache an Wandteppiche oder Ornamentwände, rekurrieren dank Verwendung von Rauriser Marmor und Waldviertler Granit aber auch auf das heimische Material der City-Pflasterung.

Die temporäre Installation soll damit den interkulturellen Dialog anregen und als "subtiles Statement zu der aktuellen politischen Situation" verstanden werden, heißt es in einem Begleittext von Kunst im öffentlichen Raum (KÖR) als Projektinitiator. Die offizielle Eröffnung der Paravents findet um 18 Uhr im Beisein der Künstlerin statt. Die gebürtige Türkin, Jahrgang 1973, lebt und arbeitet in Berlin und war zuletzt vor allem in Ausstellungen in Deutschland präsent.

Der KÖR hatte vor einigen Jahren damit begonnen, die Nobelmeile Graben als Kunstplatz zu bespielen. 2014 sorgte dort etwa eine goldene, Euro-Münzen spuckende Säule ("Quantitative Easing" von Axel Stockburger) für Staunen, im Jahr davor hatten zwölf Bänke in schwarz-weißem Grafikmuster zum Sitzen eingeladen.

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