Kunst von

Wildfremde Menschen küssen sich

Projekt einer Künstlerin sorgt für Aufregung. Und millionenfache Klicks im Internet.

Der erste Kuss - und Millionen schauen zu: Eine Künstlerin hat wildfremde Menschen sich vor der Kamera küssen lassen und das Ergebnis als kurzes Video ins Internet gestellt. Der Film zeigt schüchterne, leidenschaftliche und auch sehr unsichere Paare - und wurde schon am ersten Tag unzählige Male angeschaut.

"Können wir nicht das Licht ausmachen?", fragt ein Paar vor dem Kuss, ein anderes einfach "Wollen wir?" und ein Teilnehmer stellt sich höflich vor: "Ich bin Justin. Wie geht's?" Dann steigt die Unsicherheit ("Okay, jetzt kommt der seltsame Moment.") und schließlich folgt der Kuss: Manchmal mit viel Gefühl, manchmal betont leidenschaftlich, manchmal zurückhaltend, manchmal mit einem deutlich drängenderem und einem deutlich zögerndem Partner.

Die Paare sind weitgehend zwischen 20 und 40, zwei Männer sind einmal ebenso dabei wie ein Frauenpaar. Die Musik im Hintergrund könnte Programm dafür sein, einfach einmal etwas Neues zu probieren: "We Might Be Dead By Tomorrow" ("Wir könnten morgen schon tot sein") von der französischen Sängerin Soko.

"Das war ein Guter!", sagt eine Frau nach dem Kuss. Hinterher wurde immer gelacht; mal schüchtern und verlegen, meistens jedoch in Form eines breiten Strahlens. Bei einem Paar siegte dann wieder die amerikanische Höflichkeit: "War schön, Dich kennengelernt zu haben", sagt sie zum Schluss und er erwidert: "Es war mir ein Vergnügen!"

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