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Bitte um volle Kraft zurück!

Heinz Sichrovsky über aktuelle Pläne zu den Vereinigten Bühnen

Kultur - Bitte um volle Kraft zurück! © Bild: NEWS/Herrgott Ricardo

Eine musikhistorisch relevante Wegmarke wurde seitens der Wiener Kulturverwaltung im vergangenen Jahrzehnt gesetzt: Das Theater an der Wien, eine der schönsten und bedeutendsten Bühnen der Geschichte, wurde 2006 vom Musical-Betrieb erlöst und der Oper zurückgegeben.

Das Konzept ging auf: Das Theater an der Wien ist eine der beachtetsten Opernbühnen der Welt. Nun erklären Stadtrat Mailath-Pokorny und der grüne Kultursprecher im „Kurier“, dass man für 2018 ein neues Konzept ins Auge fasse: Die drei städtischen Bühnen – das Theater an der Wien sowie die Musical- Bühnen Ronacher und Raimund Theater – sollten wieder Genre-übergreifend bespielt werden, tunlichst nur noch ein Intendant möge das Konglomerat programmieren. Dafür wird dankenswert die Subvention auf drei Jahre abgesichert. Die Vereinigten Bühnen aber wären damit eine Art hypertrophe Volksoper, wobei sich das Original am Währinger Gürtel seiner Verpflichtungen gekonnt entledigt und keiner Vervierfachung (lat.: Quadruplizierung) bedarf. Die gute Nachricht: Mailath relativiert im NEWS-Gespräch. Man werde die Intendanzen turnusmäßig ausschreiben (auch Amtsinhaber wären eingeladen) und dann weitersehen. Das Theater an der Wien stehe als Musiktheater nicht zur Disposition. Es wäre in der Tat befremdlich, wollte der Stadtrat sein eigenes Denkmal sprengen.

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