Kukacka überzeugt: AUA ist stark genug, um einem Partner auf Augenhöhe zu begegnen

ÖVP-Verkehrssprecher stellt sich schützend Manager Wirtschaftliche Situation durch Kerosinpreis verschärft

Kukacka überzeugt: AUA ist stark genug, um einem Partner auf Augenhöhe zu begegnen © Bild: APA

Die österreichische Luftverkehrswirtschaft und vor allem die AUA müssten angesichts der hohen Treibstoffpreise europaweite Synergien bestmöglich nutzen und durch markt- und wettbewerbsfähige Konzepte ihre wirtschaftliche Zukunft sichern, erklärte ÖVP-Verkehrssprecher Helmut Kukacka. Die AUA wieder auf richtigen Kurs zu bringen, werde wohl eher durch einen weiteren Ausbau der Ost-Strategie geschehen müssen. Aber auch ein möglicher strategischer Partner sei eine Option, vor der man keine Angst haben sollte. Die AUA sei "stark genug um jedem möglichen Partner auf Augenhöhe zu begegnen".

Der AUA, ihrem Management und ihren Organen müsse der Rücken gestärkt werden. "Alles andere wäre jetzt politischer und wirtschaftlicher Unfug", findet Kukacka.

Die wirtschaftliche Situation der Fluglinien habe sich durch den hohen Ölpreis drastisch verschärft. Mit rund 1.400 Dollar pro Tonne koste Kerosin jetzt doppelt so viel wie im Durchschnitt des Jahres 2007, so Kukacka in einer Pressemitteilung. In den letzten sechs Monaten seien 24 Fluglinien weltweit in den Konkurs geflogen.

"Überflüssige Rücktrittsaufforderungen"
Er sei überzeugt, dass dies der AUA zweifelsohne gelingen werde - auch ohne die "überflüssigen Rücktrittsaufforderungen gegenüber Vorstand und Aufsichtsrat, wie sie SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter jüngst geäußert habe. "Politische Mandatare sollten sich mit öffentlichen Ratschlägen an börsennotierte Unternehmen zurückhalten. Aktienrecht und Organverantwortung reichen hier völlig aus. Das gelte für die ÖBB und erst recht für die börsennotierte AUA", so der VP-Verkehrssprecher.

Die neuen Rahmenbedingungen für den Luftverkehr, die am Freitag im Nationalrat beschlossen wurden und mit denen EU-Regelungen über bilaterale Luftverkehrsabkommen, sowie eine europaweit einheitliche Luftsicherung in die österreichische Gesetzgebung übergeführt wurde, seien sinnvoll und notwendig, um die europäischen Fluglinien im allgemeinen und die AUA im besonderen im internationalen Wettbewerb zu unterstützen.

(apa/red)