Kuh Yvonne von

"Kuh-Freunde" hängen Plakate auf

Fangaktion gefällt nicht jedem - Yvonne vom Hubschrauber aus gesichtet

  • Bild 1 von 21 © Bild: APA/Gut Aiderbichl

    Die entlaufene Kuh Yvonne ist aus dem Wald zurück. Sie hat ihr einsames Leben freiwillig aufgegeben.

  • Bild 2 von 21 © Bild: APA/DPA/Barth

    Das Tier ist plötzlich vor dem Gatter einer Weide gestanden. Der Bauer hat die Kuh entdeckt, das Gatter geöffnet und sie sanft hindurchgetrieben.

Die entlaufene Kuh Yvonne soll im Wald bleiben: Das ist zumindest die Meinung einiger anonymer "Kuh-Freunde". Sie haben Drohplakate im Waldstück, in dem sich das Tier versteckt hält, aufgehängt. Unterdessen ist Yvonne nach acht Tagen erstmals wieder gesichtet worden. Von einem Hubschrauber aus habe der Geschäftsführer des Gnadenhofs Gut Aiderbichl, Dieter Ehrengruber, das Rind entdeckt, so eine Sprecherin.

Kuh Yvonne sei "flink wie ein Wiesel" in den Wald zurück gelaufen. "Es ging alles so schnell, viel zu schnell für ein Foto", sagte Ehrengruber.

Noch solle Yvonnes neuer Aufenthaltsort geheim bleiben. "Wir dürfen Yvonne nicht verschrecken." Um sie einzufangen, soll gegen Ende der Woche ihr Sohn Friesi auf eine Wiese bei Zangberg im bayerischen Landkreis Mühldorf am Inn gebracht werden. Dort steht seit Mittwoch der ehemalige Zuchtstier Ernst, um die Kuh nach Wochen aus dem Unterholz zu locken.

Wie es mit Yvonne weitergeht, wenn sie endlich gefunden wird, weiß Michael Aufhauser, Gründer von Gut Aiderbichl, auch schon. "Sie ist ja mittlerweile zu einer Nomadin geworden", sagte Aufhauser. Auf dem zu Gut Aiderbichl gehörenden Gnadenhof in Deggendorf in Bayern werden nicht nur Sohn Friesi, sondern auch ihre einstige Stallnachbarin Waltraud und deren Sohn Waldi auf die Ausreißerin warten. Alle drei Tiere hat Aufhauser gekauft, um sie vor dem Schlachthof zu retten. "Wir werden die ganze Menage aufnehmen", sagte der Tierschützer.

Weltweiter Medienruhm
Kuh Yvonne mutiert mittlerweile auch im Ausland zum Medienstar. In Großbritannien, Spanien, der Schweiz, Belgien, Tschechien und der Slowakei räumte das eine oder andere Medium Platz für eine Meldung über die "deutsche Kuh, die ihren Weg geht" ein. Der spanische Fernsehsender Telecinco berichtete auf seiner Homepage: "Yvonne ist keine Kuh wie jede andere, sie ist eine echte Ausbrecherin." Der renommierte britische Sender BBC berichtete über die Hoffnung, die auf den Schultern von Ochs Ernst lastet, der Yvonne aus dem Wald "herbeimuhen" soll. "Die Liebe wird leben oder erschossen", schrieb die türkische "Hürriyet" am Dienstag dazu. Yvonne sei in Deutschland auf der Fahndungsliste ganz oben.

Kommentare

Schau an, schau an,... ....der internationale Kuh-Hype ist ausgebrochen. Fernsehstationen, Journalisten aus aller Welt, Kuhflüsterer und Demonstanten...und Yvonne zeigt ihnen allen den "gestreckten Mittel(finger)huf".
Und dass wir jetzt wissen, dass Yvonne gebürtige Kärntnerin ist und einst auf den Namen "Angie" hörte erfreut das patriotische Herz ( sollte nebenbei bemerkt einem Herrn Scheuch zu denken geben, wenn sogar die Kühe schon auswandern und flüchten).
Und die schwerwiegende Frage, ob Angie deshalb davongelaufen ist, weil man sie plötzlich Yvonne rief, werde ich seelisch wahrscheinlich nicht durchstehen.
Übrigens, in Afrika verrecken Kinder!

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