Küsse im Dauerregen: Flashmob gegen Homophobie im Wiener Museumsquartier

VIDEO: Kiss-in nach Angriff auf schwules Pärchen Facebook-Gruppe rief zu großer Zusammenkunft auf

Küssen gegen Gewalt: Im Wiener Museumsquartier wurde ein Solidaritäts-Flashmob abgehalten, nachdem dort Ende Mai ein schwules Paar von vier Jugendlichen beschimpft und krankenhausreif geprügelt worden war. Homosexuelle wie heterosexuelle Pärchen waren eingeladen, sich im Haupthof zum Küssen zu versammeln. Es gehe darum zu demonstrieren, dass jeder die Zuneigung zum Partner in der Öffentlichkeit zeigen dürfe, so die Beschreibung der Facebookgruppe, über die sich die Aktion konstituierte.

Aufgrund des unwirtlichen Wetters kamem zwar deutlich weniger als die 400 angemeldeten Teilnehmer, immerhin trotzten aber bis zu 150 Personen dem Dauerregen. Nach zehnminütigem Dauerküssen löste sich die Menschenansammlung wieder auf und verlor sich in den Weiten des Kunstareals - ein echter Flashmob eben.

Unterstützung für die Aktion kam unter anderen von der Homosexuellen Initiative (Hosi). "Solche gewalttätigen Übergriffe dürfen nicht still hingenommen werden, sonst wiederholen sie sich", beschied Moritz Yvon in einer gemeinsamen Aussendung mit dem Sprecher der Grünen Andersrum, Marco Schreuder, und dem Szene-Onlinemagazin http://www.vangardist.com.

(apa/red)