Fall Kührer von

Das Drogen-Gutachten

Neue Ergebnisse lassen darauf schließen, dass Schülerin einst Drogen genommen hat.

  • Im Fall von Julia Kührer sind nun neue Details aufgetaucht. Laut Analysen sollen Drogen im Spiel gewesen sein.
    Bild 1 von 7 © Bild: Marcus E. Deak/NEWS

    Der 52-jährige Michael K. (vorne im Bild) steht im Fall Kührer unter Tatdverdacht. Er wird von dem Wiener Top-Anwalt Farid Rifaat verteidigt.

  • Im Fall von Julia Kührer sind nun neue Details aufgetaucht. Laut Analysen sollen Drogen im Spiel gewesen sein.
    Bild 2 von 7 © Bild: News Deak Marcus E. Auftrag / Repro

    Das Opfer Julia Kührer. Die Schülerin aus Pulkau im Weinviertel war seit dem 27. Juni 2006 vermisst gewesen.

Der Fall Julia Kührer ist noch lange nicht abgeschlossen. Wie NEWS-Redakteurin Martina Prewein exklusiv berichtet, sind nun neue Details in dem Fall aufgetaucht: Aktuelle Analysen an Julia Kührers sterblichen Überresten lassen darauf schließen, dass das Mädchen einst Drogen genommen hat. Die Schlinge um den Tatverdächtigen Michael K. - der demnächst Vater wird - zieht sich unterdessen immer weiter zu.

Michael K. muss bis vor kurzem davon ausgegangen sein, die „Causa Julia Kührer“ sei für ihn „ausgestanden“. Schließlich hatte die Staatsanwaltschaft, selbst nachdem im Sommer 2011 die sterblichen Überreste der seit 2006 vermissten Schülerin auf seinem Grundstück in Dietmannsdorf gefunden worden waren, keine Untersuchungshaft über ihn verhängt.

Irgend jemand anderer, behauptete der ehemalige Videothek-Besitzer fortan, hätte das Mädchen einst ohne sein Wissen in den Erdkeller verbracht; irgendjemand anderer die Leiche dort später heimlich verbrannt; irgendjemand anderer also versucht, ihm ein Verbrechen unterzujubeln.

Aussagen, die den „Cold-Case-Fahndern“ des BKA zweifelhaft schienen – und sie ermittelten weiter gegen den Mann, der mittlerweile in Wien bei seiner neuen Freundin, einer Altenpflegerin, wohnte und als Botendienstfahrer arbeitete. Im Dezember 2012, dann: Die überraschende Festnahme des Tatverdächtigen. Mit modernsten Untersuchungsmethoden war nämlich gelungen, auf einem verkohlten Reststück jener Decke, in welche die tote Schülerin eingewickelt gewesen ist, seine DNA sicherzustellen.

Noch mehr Indizien.

Der 52-Jährige wird von dem Wiener Top-Anwalt Farid Rifaat verteidigt: „Auf dem Anwesen meines Klienten“, sagt er, „lagen viele Decken, die teilweise von Bekannten stammten, frei herum, jede davon hat er natürlich irgendwann einmal angegriffen. Womit es für den angeblich so massiven Sachbeweis eine ganz plausible Erklärung gibt.“

Fest steht allerdings auch: Die Indizienkette gegen den Mann wird laufend dichter. Zeugen wollen Julia an ihrem vermuteten Sterbetag in seiner Begleitung bei ihm daheim gesehen haben. Zudem liegen Hinweise vor, wonach der Ex-Videothekbesitzer Burschen und Mädchen aus Pulkau und Umgebung früher mit Crystal beliefert hätte.

Umso brisanter daher das Resultat eines neuen toxikologischen Gutachtens, demzufolge in Julias sterblichen Überresten Rückstände von dem in der Droge enthaltenen Methamphetaminen festgestellt wurden. Wer hat die 16-Jährige einst mit Suchtgift versorgt? Diesbezüglich möge die Kripo im Freundeskreis der Schülerin recherchieren, meint Michael K. und betont: „Ich habe ihr jedenfalls nie verbotene Substanzen gegeben.“

Bald wird er Vater.

Mit Spannung wartet die Justiz nun auf die Fertigstellung weiterer Laboranalysen. Mithilfe eines komplizierten chemischen Verfahrens versuchen Gerichtsmediziner zu klären, ob eines oder mehrere der knapp 30 Haare aus den drei Autos des Tatverdächtigen von Julia stammen. Die betreffenden Ergebnisse dürften bereits in den kommenden Wochen vorliegen. Doch egal, wie ihr Fazit sein wird – eine Mordanklage scheint Michael K. sicher. Anwalt Rifaat: „Fakt ist: Mein Mandant hatte zu keiner Zeit näheren Kontakt zu Julia. Daher hatte sie auch keinen Anlass, mit ihm in einem seiner Wagen mitzufahren, ihn daheim zu besuchen oder sich länger in seinem Geschäft mit ihm alleine aufzuhalten. Überhaupt: Es existiert keine geschlossene Indizienkette gegen Herrn K.“

Der Prozess gegen den Botendienstfahrer ist für kommendes Frühjahr geplant. Ungefähr für den Zeitpunkt, an dem der 52-Jährige Vater werden soll. Seine Lebensgefährtin ist nämlich im sechsten Monat von ihm schwanger. „Ich hätte mich nicht dazu entschlossen, eine Familie zu gründen“, so der Mann, „wenn mein Gewissen nicht rein wäre.“ Ob ihm das die Geschworenen glauben werden?

Kommentare

der typ ist sowas von schuldig!!!!

Schweineherz melden

Kurz und bündig, da brauchts nicht mehr. 1.) Dieser Mensch hat niemals Drogen genommen. NIEMALS !
2.) Seine Lebensgefährtin ist im sechsten Monat schwanger und sein Gewissen ist rein.
Mal ehrlich, unschuldiger kann ein Mensch gar nicht sein !!

Ivoir
Ivoir melden

Wenn Sie von Ihren Behauptungen überzeugt sind, wissen Sie vielleicht mehr als die Polizei, was Sie ebenfalls verdächtig macht. Wenn Sie andererseits War Lord konkurenz machen wollen, ist das ebenfalls gründlich in die Hose gegangen.
Übrigens das Hr. Kührer Drogen genommen hat, konnte ich nirgends lesen, auch das seine Freundin schwanger ist, hat mit der Sache auch nichts zu tun.

Seite 1 von 1