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Auf Butterfahrt beim Weltkonzern

Kurt Kuch über die dubiosen Geschäftspraktiken und das Lobbying-Verhalten bei EADS

Politik - Auf Butterfahrt beim Weltkonzern © Bild: NEWS/Herrgott Ricardo

Butterfahrten, bei denen gutgläubigen Rentnern völlig überteuerte Heizdecken angedreht werden, sind eine vergleichsweise hochseriöse Angelegenheit. Und zwar dann, wenn sie mit der Geschäftsgebahrung des EADS-Konzerns beim Eurofighter-Deal in Österreich verglichen werden.

Der EADS-Konzern, der sich neuerdings Airbus-Group nennt, hat über zahlreiche Berater und Lobbyisten mehr als 30 Millionen Euro für oft nicht nachvollziehbare Leistungen ausgeschüttet. "Europas größtem Luft- und Raumfahrtkonzern“ (Eigenbezeichnung) war kaum ein Vorgehen zu blöd oder gar zu teuer, damit Österreich die Jets kauft.

Was noch auffällt: Einzelne "Berater“ haben beim Eurofighter-Kauf zwar Millionen kassiert, verfügen heute aber faktisch über keine nennenswerten Geldbeträge. Beim Haus eines Beraters, der mehrere Millionen bekam, wurde 2012 etwa wegen vergleichsweise läppischer 40.000 Euro ein Versteigerungsverfahren eingeleitet. Wie geht das? Wo sind die Millionen hin?

Zugleich stellt sich jetzt heraus, dass das Parlament vorsätzlich an der Nase herumgeführt wurde, Zahlungen auf die Zeit nach dem Ende des Untersuchungsausschusses verschoben worden sind.

Und sowas nennt sich Weltkonzern.

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